Nach Teak-Holz-Pleite nun auch Tochterfirma insolvent

11. Mai 2017, 16:11
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Teak Holz Handels- und Verarbeitungs GmbH betroffen – 4,3 Millionen Euro Passiva, Aktiva vermutlich nicht einbringbar – Firma ohne Mitarbeiter

Linz – Nach der Pleite der Teak Holz International (THI) AG ist nun auch die Tochter Teak Holz Handels- und Verarbeitungs GmbH, die mit dem Holz der Mutter gehandelt hat, insolvent. Passiva von knapp 4,3 Mio. Euro stehen nur 900.000 Euro an – voraussichtlich nicht einbringbaren – Aktiva gegenüber. 6 Gläubiger sind betroffen. Beschäftigte hatte das Unternehmen nicht, berichtete der KSV am Donnerstag.

Die ehemals börsenotierte THI AG hatte sich mit der Aufzucht von Teakholz in Costa Rica beschäftigt. Seit 2015 ist ein Sanierungsverfahren am Landesgericht Linz anhängig, das heuer in ein Konkursverfahren überging, welches noch länger dauern dürfte. Das Unternehmen soll zerschlagen werden. Die Konkursmasse ist aktuell im Besitz des früheren deutschen Verteidigungsministers Rudolf Scharping und des deutschen Unternehmers Ralph Piller.

Die nun eingetretene Insolvenz der Teak Holz Handels- und Verarbeitungs GmbH hängt laut KSV eng mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der THI AG zusammen: Einerseits schuldet die GmbH der AG rund 3,7 Mio. Euro. Andererseits konnte sie bisher offene Forderungen in der Höhe von rund 900.000 Euro an eine weitere Konzerngesellschaft in Costa Rica nicht einbringen, weil ihr die finanziellen Mittel dazu fehlen. Die Gewerbeberechtigung wurde bereits im August 2016 zurückgelegt. Es ist mit einer Verwertung durch den Masseverwalter zu rechnen. (APA 11.5.2017)

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