West-Nil-Fieber: Krankheitsrisiko in Österreich gering

11. Mai 2017, 13:14
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In Österreich wurden bislang insgesamt 17 im Inland erworbene West Nil Virus-Fälle dokumentiert. Es gab bislang keinen Todesfall beim Menschen

Wien – Das Risiko, sich in Österreich mit dem West-Nil-Virus (WNV) anzustecken und an West-Nil-Fieber zu erkranken, ist derzeit noch sehr gering. Das berichtete die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Hierzulande wurden bisher insgesamt 17 "im Inland erworbene" WNV-Fälle dokumentiert, es gab keinen Todesfall beim Menschen.

2012 waren erstmals Fälle von in Österreich erworbenem West-Nil-Fieber bei drei Patienten dokumentiert worden (zwei im Jahr 2009, einer im Jahr 2010). 2012 wurden zwei aus Serbien "importierte" Erkrankungsfälle festgestellt. 2014 wurde West-Nil-Virus erstmalig bei einer Blutspenderin diagnostiziert. 2015 fanden sich acht Fälle, darunter fünf Blutspender, 2016 sechs humane Infektionen, darunter vier bei Blutspendern.

Gelsen als Überträger

Einen in der Prävention einsetzbaren Impfstoff für den Menschen gibt es nicht. Das Vermeiden von Moskitostichen ist das einzige Mittel zur Prophylaxe, betont die AGES. Heimische Gelsen können das West Nil Fieber übertragen. Etwa 80 Prozent der Infektionen verlaufen asymptomatisch. Nur 20 Prozent der Patienten zeigen eine grippeähnliche Erkrankung. Innerhalb von sieben bis zehn Tagen erfolgt meist ein Abklingen der Symptome. Immunschwache Patienten und Personen über 50 Jahre haben ein höheres Risiko, eine schwere Form der Krankheit zu entwickeln. (APA, 11.5.2017)

  • Tropenkrankheit West-Nil-Virus: Das Vermeiden von Moskitostichen ist das einzige Mittel zur Prophylaxe.
    foto: istock

    Tropenkrankheit West-Nil-Virus: Das Vermeiden von Moskitostichen ist das einzige Mittel zur Prophylaxe.

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