Entregeln statt engmaschiger Kontrolle

15. Mai 2017, 09:13
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Ein wöchentlicher Blick auf das, was in der Arbeitswelt schief läuft

Regeln, was geht: welche Grußkultur, dass am Klo die Hände zu waschen sind, dass man am Freitag ein bissal legerer bekleidet kommen darf. Dann noch paternalistische Gesundheits- und Ernährungstipps und Anleitungen für das "richtige" Leben. Trotzdem klappt es nicht mit der Innovationskultur? Hm, komisch.

Alternativvorschlag: Lasst doch die Leute mal in Ruhe. Nehmt die Mitarbeiter, alle Experten in ihren Bereichen, mit ihrem Wissen einmal ernst und versucht nicht, durch noch engmaschigere Kontrolle jedwede Diversität im Denken und Handeln zu unterbinden. Versucht mal durch echtes Vertrauen Spielraum zu geben, nehmt mal hin, dass viele Ideen und Persönlichkeiten und Geschwindigkeiten notwendig sind, um den vielen Varietäten in den Umfeldern gerecht zu werden – und im besten Fall voraus zu sein. Klappt das Regelbuch in allen wo auch immer möglichen Bereichen zu und beruft euch nicht dort auf Compliance und Reporting-Anforderungen, wo es gar nicht nötig ist, sondern nur der vermeintlichen Absicherung der eigenen Position dient.

Hört mal zu und lasst die Leute mal machen – es wird nicht nur dem gemeinsamen Ganzen dienen. Sondern auch euch. (kbau, 15.5.2017)

  • "Hört mal zu und lasst die Leute mal machen."
    foto: istock

    "Hört mal zu und lasst die Leute mal machen."

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