RHI erzielte im Auftaktquartal mehr Umsatz und Gewinn

11. Mai 2017, 08:25
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Probleme mit Rohstoffversorgung aus China – Fusion mit Magnesita wird vorbereitet

Wien – Der börsennotierte Feuerfestkonzern RHI hat im ersten Quartal 2017 mehr Umsatz und Gewinn erzielt. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 7,5 Prozent auf 418,8 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 32,6 Mio. Euro um 20,3 Prozent über dem Vorjahr. Der Quartalsgewinn nach Steuern stieg um 25 Prozent auf 18,5 Mio. Euro, teilte das Unternehmen Donnerstagfrüh mit.

Damit wurde die Prognose der von der APA befragten Analysten leicht übertroffen. Sie hatten im Mittel mit 413 Mio. Euro Umsatz, 29,9 Mio. EBIT und 17,8 Mio. Nettogewinn gerechnet. Der Absatz des RHI-Konzerns erhöhte sich im ersten Quartal gegenüber der Vergleichsperiode 2016 um 4,8 Prozent auf rund 483.000 Tonnen. Die Division Stahl verzeichnete einen Anstieg von 5,3 Prozent wegen höherer Auslieferungen in Europa, Nordamerika, Afrika sowie dem Nahen Osten.

Der Absatz der Division Industrial wuchs um 10,4 Prozent aufgrund einer besseren Entwicklung der Nachfrage in fast allen Geschäftsbereichen. Das Eigenkapital betrug zum Stichtag 31. März 555,0 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote lag bei 30,5 Prozent. Die Nettoverschuldung verringerte sich geringfügig von 332,8 Mio. Euro zu Jahresende 2016 auf 325,2 Mio. Euro per Ende März. Zum Ende des abgelaufenen Quartals waren 7.460 Mitarbeiter beschäftigt.

Versorgungsprobleme

RHI kämpft mit Versorgungsproblemen: Im abgelaufenen Quartal ergaben sich Unsicherheiten infolge einer Verknappung der Versorgungssituation an Feuerfestrohstoffen in China. Um Umwelt- und Sicherheitsstandards zu verbessern führten chinesische Behörden verschärfte Auflagen ein. Dies habe dazu geführt, dass im abgelaufenen Quartal viele lokale Hersteller von Schmelz- und Sintermagnesia ihre Produktion vollständig einstellen mussten, dadurch steigen derzeit die Marktpreise. "Wann eine Entspannung eintritt, kann momentan nicht abgeschätzt werden. Aufgrund der unsicherer werdenden Versorgungssituation aus China werden im RHI Konzern laufend die Versorgungskonzepte angepasst", heißt es in der Unternehmensmitteilung.

Zum geplanten Zusammenschluss mit Magnesita wurden Ende März in Brasilien und Anfang Mai in Europa bei den Wettbewerbsbehörden die kartellrechtlichen Genehmigungen beantragt. Voraussichtlich Ende des ersten Halbjahres 2017 werde man mehr über die Ergebnisse der Verfahren wissen. Auf Basis der Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die summierten Umsätze von RHI und Magnesita auf rund 2,5 Mrd. Euro.

Neue Finanzziele

RHI hat die Finanzziele für das kombinierte Unternehmen überarbeitet. Mittelfristig soll das organische Umsatzwachstum dem Volumenwachstum in den Kundenindustrien entsprechen und die operative Ergebnis-Marge nach Realisierung der geplanten Nettosynergien von rund 70 Mio. Euro – im Falle eines Delistings von Magnesita von der Börse – mehr als 12 Prozent betragen. Für die Jahre 2017 und 2018 plant RHI eine stabile Dividendenausschüttung auf dem Niveau der Vorjahre. Mittel- bis langfristig sollen die Dividendenausschüttungen des kombinierten Unternehmens durch eine stärkere Cashflow-Generierung infolge der Realisierung von Synergien, von organischem Wachstum und einem Rückgang des Verschuldungsgrades des Unternehmens jedoch erhöht werden. (APA, 11.5.2017)

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