Real zieht über Atletico ins Finale ein

10. Mai 2017, 22:45
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Die Gastgeber starteten überfallsartig und gingen flott 2:0 in Führung, ein Treffer von Isco vor der Pause ebnete den Königlichen jedoch den Weg ins Endspiel

Madrid – Das Finale der Champions League lautet Real Madrid gegen Juventus Turin. Real schaffte nach dem 3:0 im Semifinal-Hinspiel trotz eines 1:2 am Mittwoch bei Atletico den Einzug ins Endspiel am 3. Juni in Cardiff, wo es als erstes Team der Geschichte den Titel erfolgreich verteidigen könnte.

Dabei sah es in der Anfangsphase danach aus, als könne Atletico im letzten Europacup-Match im Vicente Calderon – das Stadion wird demnächst abgerissen – ein Wunder schaffen. Saul Niguez (12.) und Antoine Griezmann (16.) sorgten für eine schnelle 2:0-Führung. Allerdings machte Isco mit seinem Tor in der 42. Minute die Hoffnungen auf eine Revanche für die Champions-League-Finalniederlagen 2014 und 2016 zunichte.

Atletico begann ungemein druckvoll und presste Real in die Defensive – Koke gab in der 5. Minute den ersten Warnschuss ab, scheiterte aber an Goalie Keylor Navas. In der 12. Minute war der Keeper erstmals geschlagen – nach einem Corner von Koke berührte Navas den Kopfball von Saul noch mit den Fingern, konnte den Rückstand jedoch nicht verhindern.

Griezmann verwandelt Elfmeter

Vier Minuten später musste Navas schon wieder hinter sich greifen. Fernando Torres wurde von Raphael Varane im Strafraum gefoult, den Elfmeter verwertete Griezmann mit Glück. Der Franzose rutschte beim Schuss aus, dennoch vermochte Navas den schlecht geschossenen Ball nicht zu bändigen. Im Champions-League-Finale des Vorjahrs hatte Griezmann noch einen Elfer gegen Real vergeben.

Nach dem 2:0 schaltete Atletico einen Gang zurück. Real fand besser in die Partie, die in dieser Phase hektisch und von vielen rustikalen Zweikämpfen geprägt war. Für Ruhe sorgte erst Isco mit seinem Tor in der 42. Minute. Karim Benzema ließ an der Toroutlinie drei Verteidiger stehen und legte für Toni Kroos ab, dessen Schuss Jan Oblak nur kurz abwehren konnte. Beim Abstauber von Isco war der Slowene machtlos.

Real kontrollierte das Spiel

Mit der Moralinjektion des Auswärtstors kontrollierte Real nach dem Seitenwechsel die Partie, ohne zu zwingenden Chancen zu kommen. Halbwegs gefährlich wurde es nur bei einem Fehlschuss des enttäuschenden Cristiano Ronaldo (58.).

Danach sammelte Atletico noch einmal alle Kräfte und hätte das Duell in der 66. Minute wieder spannend machen können. Zuerst fand Yannick Carrasco in Navas seinen Meister, beim darauffolgenden Kopfball von Kavin Gameiro war der Real-Goalie ebenso auf dem Posten wie bei einem Schuss von Griezmann (71.).

Nach dieser kurzen Drangphase war die Luft endgültig draußen – die Königlichen brachten die knappe Niederlage ohne gröbere Probleme über die Zeit und stellten nebenbei noch einen Europarekord ein: Real erzielte im 61. Pflichtspiel in Folge zumindest ein Tor und stellte damit die Bestmarke des FC Bayern aus den Saisonen 2012/13 und 2013/14 ein. (APA, 10.5.2017)

Champions League, Semifinal-Rückspiel, Mittwoch

Atletico Madrid – Real Madrid 2:1 (2:1)
Estadio Vicente Calderon, 54.000 Zuschauer, SR Cakir (TUR)

Torfolge:
1:0 (12.) Saul Niguez
2:0 (16.) Griezmann (Elfmeter)
2:1 (42.) Isco

Atletico: Oblak – Gimenez (56. Partey), Savic, Godin, Filipe Luis – Koke (76. Correa), Gabi, Saul Niguez, Carrasco – Torres (56. Gameiro), Griezmann

Real: Navas – Danilo, Ramos, Varane, Marcelo – Kroos, Casemiro (76. Vazquez), Modric – Isco (88. Morata) – Benzema (76. Asensio), Ronaldo

Gelbe Karten: Savic, Godin, Gabi, Correa bzw. Danilo, Ramos

Hinspiel 0:3, Real mit dem Gesamtscore von 4:2 im Finale am 3. Juni in Cardiff gegen Juventus Turin

  • Es begann optimal für Atletico, mit dem Kopfballtreffer von Saul zum 1:0.
    foto: apa/afp/pierre-philippe marcou

    Es begann optimal für Atletico, mit dem Kopfballtreffer von Saul zum 1:0.

  • Dem 2:0 folgte der vorentscheidende Anschlusstreffer durch Isco.
    foto: reuters/perez

    Dem 2:0 folgte der vorentscheidende Anschlusstreffer durch Isco.

  • Zunge raus, Ohren auf. So wird ein Finaleinzug gefeiert.
    foto: reuters/perez

    Zunge raus, Ohren auf. So wird ein Finaleinzug gefeiert.

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