Ermittlungen gegen Porsche-Vorstände wegen Kursmanipulation

10. Mai 2017, 18:16
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Heutiger VW-Chef Müller, sein Vorgänger Winterkorn und AR-Chef Pötsch im Visier der Staatsanwaltschaft Stuttgart

Frankfurt/Wolfsburg/Stuttgart – Auch die Staatsanwaltschaft Stuttgart geht dem Verdacht von Kursmanipulationen in Porsche-Aktien wegen der Dieselaffäre bei Volkswagen nach. Ein Sprecher der Ermittlungsbehörde bestätigte am Mittwoch, dass eine Anzeige der Finanzaufsicht BaFin gegen die damals amtierenden Vorstände der Porsche Automobil Holding SE eingegangen sei.

Dabei handelt es sich um den heutigen Volkswagen-Chef Matthias Müller, seinen Vorgänger Martin Winterkorn sowie VW-Aufsichtsratschef Hans-Dieter Pötsch. Eine Anzeige der Wertpapieraufsicht BaFin richte sich auch gegen Porsche-Manager Philipp von Hagen, der inzwischen in den Vorstand des VW-Großaktionärs aufgerückt ist.

Keine Kenntnis einer Anzeige

Bei den Vorwürfen geht es darum, ob Volkswagen die Anleger früh genug über die Erkenntnisse der US-Umweltbehörden wegen der Manipulation von Abgaswerten bei Millionen Diesel-Fahrzeugen informiert hat. Die BaFin sprach vom Verdacht der "informationsgestützten Marktmanipulation in Porsche-Aktien". Ihr Anzeige stamme bereits aus dem Sommer 2016. Dem Vorwurf der Marktmanipulation geht auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig nach. Sie ermittelt gegen Pötsch, Winterkorn und VW-Markenchef Herbert Diess.

Ob in Stuttgart gegen alle vier Porsche-Manager ermittelt wird, wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht sagen. Die "WirtschaftsWoche" hatte als erste über die Ermittlungen berichtet. Ein Porsche-SE-Sprecher erklärte, er habe keine Kenntnis von der Strafanzeige. (APA, 10.5.2017)

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