Neue Fachschule für pädagogische Assistenzberufe

10. Mai 2017, 16:25
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Dreijährige Ausbildung für Kindergartenbereich mit einheitlichen Standards geplant

Wien – Österreich könnte eine neue Ausbildungsschiene im pädagogischen Bereich bekommen. Denn im Schulautonomiepaket findet sich auch der Plan, eine "Fachschule für pädagogische Assistenzberufe" zu schaffen. Dort soll vor allem für den elementarpädagogischen Bereich "pädagogisches Assistenzpersonal" einheitlich ausgebildet werden, da es dafür "bisher noch keine einheitliche schulische Ausbildung gibt", heißt es im Entwurf.

Einheitliche Standards

Laut STANDARD-Informationen sollen diese geplanten dreijährigen Fachschulen an die bestehenden fünfjährigen und mit Matura abschließenden Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (Bakip) angedockt werden. Ziel der neuen Schulform ist die bundesweite Vereinheitlichung und Qualitätssicherung der derzeit diversen und sehr heterogenen Kurzausbildungsschienen, die es in den Ländern gibt.

Widerstand gegen diese neue Ausbildung seitens der Kindergartenbetreiber (vor allem Gemeinden) ist nicht ganz unwahrscheinlich, zumal mit einer formalen Ausbildung immer auch die Angst der Arbeitgeber mitschwingt, dass für diese Assistenzkräfte in den Kindergärten künftig auch mehr Gehalt fällig wird. Hinter den Kulissen beruhigt man: "Es muss nicht jeder ein Master sein" – aber einheitliche Standards für ganz Österreich seien doch notwendig.

Die Ersten, die sich in der Begutachtung gegen die Einführung pädagogischer Fachschulen wandten, sind die Fachschulen für Sozialberufe (FSB). Davon gibt es österreichweit derzeit 18 öffentliche und private Standorte.

Sie möchten eine "Aufwertung" der FSB, die "ein vergleichbarer Schultyp" seien und zudem "alle Fachgebiete der Familien-, Kinder-, Alten- und Behindertenarbeit" abdecken. Außerdem falle der Bereich der Kinder- und Jugendarbeit in den Kompetenzbereich der Länder, da sei es "sehr von Vorteil, dass die Fachschulen für Sozialberufe im Rahmen ihrer Schulautonomie auf die unterschiedlichen landesgesetzlichen Vorgaben eingehen können".(Lisa Nimmervoll, 10.5.2017)

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