Schwimmende Echse wurde nach Godzilla benannt

    10. Mai 2017, 12:44
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    Amblyrhynchus cristatus godzilla ist eine Unterart der bekannten Meerechsen der Galapagos-Inseln

    foto: amy macleod/tu braunschweig
    Also eine gewisse Ähnlichkeit ist da schon vorhanden ...

    Braunschweig – Vor knapp einem Jahr wurde ein gerade einmal vier Zentimeter langer Fisch nach dem Filmmonster Nummer 1 benannt: die Godzilla-Grundel. Nun rücken wir der Spezies des Namenspatrons allmählich näher: Eine Unterart der bekannten Meerechsen von der Galapagos-Inseln heißt nun offiziell Amblyrhynchus cristatus godzilla.

    Die Meerechsen gehören zur Verwandtschaft der Leguane und kommen nur auf dem abgelegenen Galapagos-Archipel vor. In dieser isolierten Heimat haben sie ihre für heutige Echsen einzigartige Lebensweise entwickelt: Die bis zu 1,3 Meter langen schwarzen Tiere tauchen im Meer nach pflanzlicher Kost. Wie andere endemische Arten auf den Galapagos-Inseln – etwa Riesenschildkröten oder Finken – haben sie sich je nach Insel in unterschiedliche Unterarten aufgespalten.

    foto: miguel vences/tu braunschweig

    Braunschweiger Forscher machten die Godzilla-Subspezies aus und stellten sie zusammen mit vier weiteren neuen Unterarten im Fachmagazin "Zoological Journal of the Linnean Society" vor. Mit dem prägnanten Namen will die internationale Forschergruppe um Sebastian Steinfartz vom Zoologischen Institut der Technischen Universität Braunschweig die Besonderheit und Schutzwürdigkeit dieser Population unterstreichen.

    Außerdem glauben die Biologen, dass die schwimmenden Echsen eine Inspirationsquelle für die Godzilla-Filme waren. Im Vorspann von Roland Emmerichs Version von 1998 wird ein solches Tier sogar kurz gezeigt.

    Das Team untersucht seit 2012 die genetische Diversität der Meerechsen im Galapagos-Archipel und stellte eine neue systematische Gliederung in elf Unterarten auf. "Wir hoffen und werden uns dafür einsetzen, dass die Ergebnisse Grundlage für einen besseren Schutz dieser einzigartigen Tierart haben wird", sagte Steinfartz. Der Bestand der Meerechsen sei durch verwilderte Katzen, Ölverschmutzung, Tankerhavarien und den Bau von Hotelanlagen an den Küsten bedroht. (red, APA, 10. 5. 2017)

    • "Brüllen Sie es mir nach: Gojira! Es heißt Gojira!"
      foto: apa/afp/toru yamanaka

      "Brüllen Sie es mir nach: Gojira! Es heißt Gojira!"

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