Verbund mit mehr Gewinn und höherer Prognose

10. Mai 2017, 08:51
1 Posting

Konzernergebnis stieg um 13,4 Prozent auf 93,5 Millionen Euro

Wien – Der börsennotierte Stromkonzern Verbund hat in den ersten drei Monaten mehr Gewinn erzielt und erhöht aufgrund der besser als erwarteten Ergebnisentwicklung des ersten Quartals die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2017. Der Umsatz stieg um 0,5 Prozent auf 810,2 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Konzerngewinn stieg um 13,4 Prozent auf 93,5 Millionen Euro.

Die Maßnahmen der vergangenen Jahre, insbesondere Kürzung bei den Wachstums- und Instandhaltungsinvestitionen, konsequente Kostenreduktionen, Umsetzung der thermischen Restrukturierung sowie Anpassung der Dividende hätten ihren Beitrag zur positiven Geschäftsentwicklung geleistet. Die Nachfrage nach flexiblen Stromprodukten sei nach wie vor hoch.

Das EBITDA verbesserte sich um 6,5 Prozent auf 227,5 Millionen Euro, das operative Ergebnis stieg um 9,2 Prozent auf 141,3 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr 2017 erwartet der Verbund auf Basis einer durchschnittlichen Wasserführung und eines durchschnittlichen Winddargebots in den Quartalen zwei bis vier ein EBITDA von rund 830 Millionen Euro (bisher rund 800 Millionen Euro) und ein Konzernergebnis von rund 300 Millionen Euro (bisher rund 280 Millionen Euro).

Weniger Erzeugung aus Wasserkraft

Die Erzeugung aus Wasserkraft sank im ersten Quartal um 372 Gigawattstunden (GWh) – die Wasserführung der Flüsse lag mit einem Erzeugungskoeffizienten von 0,92 um 8 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt und unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Insgesamt stieg die Eigenerzeugung aber wegen einer höheren thermischen Produktion und mehr Erzeugung aus Windkraft um 2,0 Prozent auf 6.836 GWh.

Die durchschnittlichen Absatzpreise für Strom seien leicht unter jenen des Vorjahresquartals gelegen, so der Verbund. Die für das Geschäftsjahr 2017 maßgeblichen Preise für Strom-Future-Kontrakte seien mit durchschnittlich 26,6 Euro pro Megawattstunde (MWh) um 14,2 Prozent unter dem durchschnittlichen Niveau des Vorjahres gelegen. Die Spotmarktpreise (Base) hätten sich in der Berichtsperiode um 63,3Prozent auf 41,3 Euro/MWh erhöht.

Die positive Ergebnisentwicklung sei im Wesentlichen auf gestiegene Erlöse aus Flexibilitätsprodukten, insbesondere aus dem Engpassmanagement zurückzuführen.

Von der APA befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 793,4 Millionen Euro, einen Nettogewinn von 88,6 Millionen Euro, ein EBITDA von 227,7 Millionen Euro und ein EBIT von 140 Millionen Euro erwartet. (APA, 10.5.2017)

Share if you care.