IWF für höhere Vermögensabgaben in Deutschland

10. Mai 2017, 08:28
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Währungsfonds moniert relativ hohe Abgabenlast auf untere Einkommen

Berlin – Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert höhere Abgaben auf Vermögen in Deutschland. Deutschland müsse nach Auffassung des Fonds mehr für ein "inklusives Wachstum", also eine breitere Teilhabe aller Bürger an den Früchten des Wachstums, tun, berichtete am Mittwoch das "Handelsblatt" unter Berufung auf mehrere Personen, die mit dem anstehenden Deutschland-Bericht des Fonds befasst sind.

Der IWF moniere die relativ hohe Abgabenlast auf untere Einkommen bei einer gemessen daran vergleichsweise niedrige Belastung von Vermögenden. "Der IWF hält deshalb höhere Steuern auf Eigentum für notwendig", heißt es in dem Bericht. Auch höhere Lohnsteigerungen könnten dem deutschen Wachstum Impulse geben, ohne das dadurch ein Anheizen der Inflation zu erwarten wäre.

Mehr Investitionen

Darüber hinaus fordere der IWF erneut mehr Investitionen in Deutschland. Den finanzpolitischen Spielraum dafür habe das Land. Der IWF will dem Bericht zufolge seine Schlussanmerkungen zu seinen aktuellen Deutschland-Bericht am 15. Mai vorlegen. Im Juni sollten die sogenannten "Artikel-IV Konsultationen" für Deutschland abgeschlossen sein.

Vor wenigen Wochen hatten Experten des Fonds bereits in Washington erklärt, sie rechneten mit einem langsamen, schrittweisen Anstieg der Teuerung in Deutschland und der EU in den näheren Zukunft. Das deutsche Wachstum werde für die nächsten Jahr bei moderat durchschnittlich eineinhalb bis eindreiviertel Prozent pro Jahr liegen. Die viel kritisierten deutschen Leistungsbilanzüberschüsse würden zwar ab 2018 von derzeit über acht in Richtung 7,5 Prozent sinken, doch das halten die IWF-Experten für immer noch deutlich zu hoch.(APA, Reuters, 10.5.2017)

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