Bundesamt warnt deutsche Parteien vor Cyberattacken

    9. Mai 2017, 15:49
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    Nach Hackerangriff auf Emmanuel Macron

    Nach dem Hackerangriff auf Emmanuel Macron kurz vor seiner Wahl zum französischen Präsidenten hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die deutschen Parteien erneut zur Vorsicht gemahnt. "Die aktuellen Berichte über die Cyber-Angriffe auf die Macron-Kampagne haben wir zum Anlass genommen, die Parteien erneut auf mögliche Cyber-Risiken im Zusammenhang mit den Wahlen hinzuweisen", sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Den Parteien seien auch konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der IT-Sicherheit zur Verfügung gestellt worden.

    Bislang keine Auffälligkeiten

    Als nationale Sicherheitsbehörde nehme das BSI die Risiken von Cyber-Angriffen im Zusammenhang mit den Wahlen in Deutschland sehr ernst, sagte Schönbohm. Im Zusammenhang mit den Wahlen im Saarland und Schleswig-Holstein gebe es bislang keine Erkenntnisse über Auffälligkeiten oder Manipulationen. Mit den Verantwortlichen der Parteien werde seit einigen Monaten gesprochen und sie würden bei der Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen unterstützt.

    Bei dem Hackerangriff auf Macron wurden nach Angaben seines Teams echte Dokumente gestohlen und zusammen mit fingierten online gestellt. Ziel sei es gewesen, Macron kurz vor der Wahl zu diskreditieren. Rund neun Gigabyte an Daten wurden von einem Nutzer auf der Plattform Pastebin veröffentlicht. (Reuters, 9.5.2017)

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