... nachgefragt bei Tomas Zierhofer-Kin

    Kolumne15. Mai 2017, 15:57
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    Michael Hausenblas fragt den Intendanten der Wiener Festwochen, warum er auf seinen Mörser steht

    "Den Mörser habe ich von der kroatischen Insel Brac mitgebracht, wo Steinmetze solche Objekte direkt am Hafen verkaufen. Das Ding ist, ebenso wie das Weiße Haus in Washington, aus Bracer Marmor. Ich habe mich sofort in das Stück verliebt, weil die Mörser hierzulande derart schwachbrüstig sind, dass sie bestenfalls zum Zerdrücken von Heidelbeeren geeignet sind.

    Ich koche wahnsinnig gern und benötige dazu heftiges Gerät. Der Mörser wiegt gut und gern seine zehn Kilo, und man muss schon aufpassen, dass er einem nicht runterfällt. Rosmarin zu zermörsern wird zu einer echten Duft- und Geschmacksfreude. Den Rosmarin bringe ich übrigens jeden Sommer aus Kroatien mit.

    Auch das haptische Erlebnis ist einzigartig. Der Stößel liegt perfekt in der Hand und ist nicht so ein Stangerl, bei dem man sich fürchten muss, dass es abbricht. Nicht zu vergessen das Geräusch, das beim Mörsern entsteht. Einfach wunderbar!" (Michael Hausenblas, RONDO, 15.5.2017)

    Tomas Zierhofer-Kin ist Kulturmanager und hat Mitte 2016 die Intendanz der Wiener Festwochen übernommen, die am 12. Mai starteten.

    • Tomas Zierhofer-Kin: "Ich koche wahnsinnig gern und benötige dazu heftiges Gerät. Der Mörser wiegt gut und gern seine zehn Kilo."
      foto: nathan murrell

      Tomas Zierhofer-Kin: "Ich koche wahnsinnig gern und benötige dazu heftiges Gerät. Der Mörser wiegt gut und gern seine zehn Kilo."

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