Mercedes-Teamchef Wolff: "Jäger und Gejagter"

9. Mai 2017, 13:28
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Das WM-Duell mit Ferrari geht nach Einschätzung des Österreichers bis zum Saisonende

Brackley/Wien – Für Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff gibt es "keine Universallösung", wie sein Team den Formel-1-Zweikampf mit Ferrari gewinnen kann. "Ich habe das Gefühl, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Aber wir müssen rund um die Uhr arbeiten", sagte der Wiener vor dem Großen Preis von Spanien am Sonntag vor den Toren Barcelonas. "Wir sind sowohl Jäger als auch Gejagter", so seine Einschätzung.

Vor eineinhalb Wochen in Sotschi gewann der Finne Valtteri Bottas sein erstes Rennen für die "Silberpfeile", Teamkollege Lewis Hamilton hingegen musste sich hinter der Ferrari-Konkurrenz Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen mit Platz vier begnügen. "Wir hatten erwartet, dass sich Valtteri mit jedem Rennen weiterentwickeln und seine Performance steigern würde. Das hat er bewiesen", erklärte Wolff. Der Russland-Grand-Prix insgesamt habe gezeigt, dass das Auto an jedem Wochenende ein konstantes Performance-Niveau zeigen könne.

Liebe zum Detail gefordert

"Lewis hatte auf der anderen Seite ein schwieriges Wochenende – sowohl im Qualifying als auch im Rennen. Wir haben uns seitdem darauf konzentriert, herauszufinden, warum wir das Auto nicht in das richtige Fenster bekommen haben, damit er sich wohlfühlen konnte", führte der Österreicher aus. "Es kommt auf viel harte Arbeit und Liebe zum Detail an. Wir müssen ihm ein Werkzeug in die Hand geben, mit dem er in den nächsten Rennen seine Leistung abliefern kann."

Barcelona verspreche eine komplett neue Herausforderung. "Die Strecke ist ganz anders als Sotschi und wir verwenden härtere Reifen", meinte Wolff. "Wir blicken in dieser Saison von Rennen zu Rennen. Wenn wir ab Freitag bestmögliche Arbeit abliefern, werden wir bereit sein, um gegen Ferrari zu kämpfen und zu gewinnen."

Der Wettstreit mit dem Rennstall aus Maranello bringe eine gänzlich andere Ausgangssituation als in der Vergangenheit. "Momentan gibt es zwei Top-Teams, die um beide Weltmeisterschaften kämpfen", betonte Wolff. "Dieses Duell wird sich bis zum Saisonende fortsetzen und wir sind bereit dafür." Er erwarte aber, dass auch Red Bull im Laufe der Saison noch mitmischen werde. (APA; 9.5.2017)

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