Kugel abgefangen: Spielesammlung soll Gamer das Leben gerettet haben

9. Mai 2017, 13:06
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Geschoss blieb in "Elder Scrolls: Anthology" stecken – Nutzer "velorok" berichtet von Wanddurchschuss

Der Aufstieg von Online-Spieleplattformen wie Steam haben den Erwerb und die "Aufbewahrung" von Games zu einer bequemeren Angelegenheit gemacht. Mit wenigen Klicks können neue Toptitel gekauft und von überall auf der Welt heruntergeladen werden. Die Zeiten sich stapelnder Verpackungen im Regal scheinen weitestgehend vorbei zu sein.

Doch der Besitz von Games in physischen Verpackungen hat auch Vorteile abseits von Sammlerwert und Nostalgie. Wie ein Nutzer namens "velorok" berichtet, hat ihm seine "Elder Scrolls"-Kollektion offenbar das Leben gerettet.

foto: imgur/velorok

Loch in der Wand

"Ich saß an meinem Schreibtisch und spielte ‚Prey‘, als ich plötzlich ein lautes Knallen und das Geräusch von zerberstendem Glas hörte", schreibt er auf Imgur, wo er das Ereignis auch mit Fotos dokumentiert hat. Er entdeckte schließlich ein Einschussloch neben seinem Monitor in der Wand.

Auf der Suche nach der Kugel wurde er in seinem Exemplar der Spielesammlung "Elder Scrolls: Anthology" fündig. Diese enthält alle Titel der altehrwürdigen Rollenspielreihe, beginnend mit "Arena" (1994) bis hin zum letzten Abenteuer "Skyrim" (2011), nebst allen offiziellen Erweiterungen und Bonusinhalten. Auch Beschreibungen und Zusatzmaterialien wie Landkarten sind enthalten.

foto: imgur/velorok

Kugel bohrte sich in Sammlung

Die Kugel, deren Quelle ein Streit unter den Nachbarn gewesen sein dürfte, bohrte sich tief in die Packung und zerstörte dabei auch die DVDs mit veloroks Lieblingsspiel "Morrowind" nebst dem dazugehörigen Construction Set und den Add-ons "Tribunal" und "Bloodmoon". Die DVD mit "Oblivion" habe nur überlebt, weil sie zu diesem Zeitpunkt im Laufwerk seines Rechners gelegen sei, schildert er. Die Munition wurde mittlerweile von der Polizei als Beweismittel sichergestellt.

Für velorok nimmt die Angelegenheit ein glückliches Ende, nicht nur, weil er unverletzt geblieben ist. Sein Bericht hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt und auch Pete Hines, den Marketingchef des "Elder Scrolls"-Entwicklers Bethesda erreicht. Dieser hat ihn mittlerweile kontaktiert und ihm Ersatz für die zerstörte "Elder Scrolls"-Sammlung versprochen. (red, 09.05.2017)

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