US-Militärraumschiff X-37B nach zwei Jahren wieder gelandet

9. Mai 2017, 12:20
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Welche Aufgaben die unbemannte Mini-Raumfähre erfüllt, ist unklar. Experten vermuten Tests für Spionagezwecke oder Kriegseinsätze

Cape Canaveral – Die Existenz des Raumschiffs X-37B der US-Air Force ist längst kein Geheimnis mehr. Welche konkreten Aufgaben die Missionen der unbemannten Mini-Raumfähre erfüllen, ist jedoch weiterhin unklar. Am Sonntag beendete der Raumgleiter seine vierte und bislang längste Mission und landete auf dem Nasa-Weltraumbahnhof Kennedy Space Center in Florida.

foto: apa/afp/us air force

Kryptische Aussagen

Die maßgeblich von Boeing entwickelte Weltraumdrohne war am 20. Mai 2015 ins All geschossen worden und verbrachte zwei Jahre im Orbit – zu welchem konkreten Zweck blieb wie auch schon bei den früheren Missionen geheim. Es gehe um Experimente zur Risikominderung und Weiterentwicklung wiederverwendbarer Raumfahrttechnologien, hieß es seitens der Air Force. Fragen zu geheimdienstlichen Aktivitäten blieben unkommentiert. Auch die Kosten des Programms sind unbekannt.

foto: apa/afp/us air force

Satellitensammler?

Rüstungsexperten vermuten, dass Spionagetechnologien an Bord des Raumschiffs getestet oder gar schon eingesetzt werden. Zudem könnte das Raumfahrzeug für Aufklärungsflüge bei Kriegseinsätzen genutzt werden. Spekuliert wird auch, dass X-37B zum Kapern feindlicher Satelliten genutzt werden könnte: Die knapp neun Meter lange, fünf Tonnen schwere Mini-Raumfähre verfügt über eine erhebliche Manövrierfähigkeit und kann ihre Umlaufbahn durch Zündung ihrer Bordtriebwerke binnen kurzer Zeit verändern. (red, 9.5.2017)

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