Lawrow und Tillerson wollen über Sicherheitszonen in Syrien reden

9. Mai 2017, 11:29
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Außenminister Russlands und der USA treffen sich am Mittwoch in Washington

Washington – Der Bürgerkrieg in Syrien wird das bestimmende Thema bei einem Spitzentreffen von US-Außenminister Rex Tillerson mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Washington. Die beiden Chefdiplomaten kommen dort am Mittwoch zusammen, bevor sie weiterfliegen nach Fairbanks (Alaska), wo der Arktische Rat tagt. Beide Länder gehören dem aus acht Nationen gebildeten Gremium an.

Tillerson wolle mit Lawrow über Schritte beraten, wie in Syrien humanitäre Hilfe geleistet und eine politische Lösung des Konfliktes vorbereitet werden könne, hieß es vom US-Außenministerium. Die beiden Außenminister haben sich bisher erst einmal getroffen.

Debatte über Deeskalationszonen

Russland hatte zuletzt bei der Einrichtung von Deeskalationszonen Druck gemacht und strebt dazu eine Resolution im UN-Sicherheitsrat an. Dort gibt es aber noch Gesprächsbedarf. Moskau hatte mit den Regionalmächten Türkei und Iran einen Waffenstillstand ausgehandelt, der unter anderem vier Sicherheitszonen in dem Bürgerkriegsland umfasst.

Dies soll der Anfang für eine stabile Waffenruhe sein, um letztlich ein Ende des jahrelangen Bürgerkrieges und eine politische Lösung für Syrien zu erreichen. Zu dem Thema hatten sich vergangene Woche auch Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump telefonisch verständigt.

Auch der Konflikt in der Ost-Ukraine soll bei dem Treffen zwischen Tillerson und Lawrow zur Sprache kommen. Die US-Seite wolle auf die volle Umsetzung des Minsker Abkommens drängen, hieß es im Vorfeld. Beide Seiten müssten darauf hinwirken, dass die Gewalt ein Ende nehme. (APA, 9.5.2017)

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