Copyright: Microsoft-System soll Nutzervergehen speichern

9. Mai 2017, 10:28
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Patent aufgetaucht – Unsichtbare Markierung von "verbotenen" Objekten soll Weiterverbreitung einschränken

IT-Riese Microsoft arbeitet an neuen Waffen gegen Urheberrechtsverstöße. Das Unternehmen hat vor wenigen Wochen ein Patent erhalten, in dem ein System beschrieben wird, das sich vorrangig gegen die Weiterverbreitung von geschützten Werken über Filehoster und Clouddienste richten dürfte.

Wie Torrentfreak berichtet, sieht die Idee eine für User unsichtbare Markierung von Dateien vor, die von Rechteinhabern als illegale Kopien gemeldet wurden. Nutzer, welche diese Inhalte in Zukunft hochladen, erhalten einen Eintrag in eine Art Strafkatalog. Anhand der Anzahl der Verstöße kann der Diensteanbieter reagieren und beispielsweise seinen Zugriff einschränken oder sein Konto sperren.

Ähnliche Mechanismen schon im Einsatz

Der Mechanismus ähnelt Systemen, dies Google etwa bei Google Drive und Youtube bereits im Einsatz hat. Hier werden Inhalte über Hash-Summen abgeglichen und so der Upload von Kopien geschützter Inhalte verhindert.

Was mit der Idee passiert, bleibt abzuwarten. Sie kommt potenziell als Lösung für Clouddienste und Filehoster in Frage, die nach US-Urheberrechtsgesetz technische Maßnahmen ergreifen müssen, um die Verbreitung illegaler Kopien über ihre Plattformen einzudämmen. (red, 09.05.2017)

  • Die grundsätzliche Funktionsweise von Microsofts System.
    foto: microsoft

    Die grundsätzliche Funktionsweise von Microsofts System.

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