"Pferdeschuhe" statt Hufeisen: Steirische Erfinder sammeln Gelder

9. Mai 2017, 10:04
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Anklippbare Schuhe für Reittiere – Vertrieb für "Horserunners" soll durch Crowdfunding finanziert werden

Fürstenfeld – Das steirische Unternehmen Megasus Horsetech hat anklippbare Schuhe für Pferde entwickelt. Bereits im Sommer sollen die ersten 5.000 Stück "Horserunners", die den traditionellen Eisenbeschlag ersetzen, ausgeliefert werden. Mit mehr als 150.000 Euro wurde am Dienstag bei einem Crowdfunding die Fundingschwelle von 75.000 Euro bereits doppelt erreicht. Die Gelder sollen den Vertrieb finanzieren.

"Hufeisen gelten als notwendiges Übel und tragen nicht zuletzt zu Huf- und Beinproblemen bei Pferden bei. Diesen Umstand wollten wir hinterfragen und eine zeitgemäße Lösung finden", umriss Louisa Forstner, die gemeinsam mit ihrem Mann Charly hinter den anziehbaren Hufen steckt, im APA-Gespräch das Ziel des Projektes. Schließlich habe der Mensch sein eigenes Schuhwerk über die Zeit kontinuierlich weiterentwickelt, bis hin zum modernen Sportschuh. Ähnlich sind laut dem Ehepaar Forstner – beide sind auch im Tierschutz tätig – die "Horserunners" zu bewerten. So sind die Schuhe aus stoßdämpfenden und strapazierfähigem Plastik für den Freizeitreitsport konzipiert: unabhängig von Reittempo und Untergrund.

Produziert in Tirol

Produziert werden die Plastikteile in Tirol, ein Zweier-Set kostet rund 120 Euro. Bereits jetzt wurden etwa 5.000 Stück von etwa 1.700 Kunden in aller Welt bestellt. Im August sollen sie voraussichtlich ausgeliefert werden. Für den Ausbau des Vertriebes sammelt das Unternehmerpaar nun weitere Geldmittel über die Crowdfunding-Plattform Green Rocket.

Neben Erfolgs- und Exitbeteiligung wird allen Investoren ein fixer Zinssatz von 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von fünf Jahren angeboten. Bis zum 10. Mai gelten für die partiarischen Nachrangdarlehen noch besondere Konditionen mit 5 Prozent Fixzins.

"Nach der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne für die Produktion der ersten Bestellungen im vergangenen Jahr, können wir nun noch etwas Rückenwind für den Vertrieb brauchen", erklärte Louisa Forstner. Rund 820 Händleranfragen aus 71 Ländern erhielt das steirische Unternehmen bisher. Dem Freizeit-Modell sollen in weiterer Folge Modelle für den Leistungssport folgen. (APA, 9.5.2017)

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