Merkel: Keine Werbung in Deutschland für Todesstrafe in der Türkei

9. Mai 2017, 05:56
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Derzeit noch keine konkreten Anfragen

Berlin – Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat betont, dass die Türkei nicht auf deutschem Boden für die Wiedereinführung der Todesstrafe werben dürfe. Es gebe zwar keine konkreten Anfragen, sagte Merkel dem Radiosender WDR 5 am Dienstag, die Frage sei aber "leider, leider so hypothetisch dann auch nicht, denn das Thema ist in der Türkei diskutiert worden". Es sorge für Klarheit zu sagen, "dass man für einen Inhalt, den wir absolut ablehnen, wie etwa die Todesstrafe", auf deutschem Boden keine Erlaubnis gebe.

Regierungssprecher Steffen Seibert hatte bereits in der vergangenen Woche klargestellt, dass die deutsche Regierung ein Referendum über die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei untersagen würde. Auch der SPD-Vorsitzende Martin Schulz lehnte ein entsprechendes Referendum ab. (APA, 9.5.2017)

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