ORF-Umweltschwerpunkt "Mutter Erde" heuer zum Thema Erderwärmung

8. Mai 2017, 12:38
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Motto in mehr als 120 Sendungen ab Ende Mai "Zwei Grad sind mehr, als du denkst"

Wien – "Zwei Grad sind mehr, als du denkst": Angelehnt an den seit Ende 2016 weltweit verbindlichen Klimavertrag widmet sich der ORF vom 26. Mai bis 2. Juni in einer Klima-Schwerpunktwoche multi-medial dem Thema Erderwärmung. "Es entscheidet sich jetzt", zeigte sich Leonore Gewessler, Vorstand von "Mutter Erde" beim Pressegespräch am Montag in Wien zum Start der Spots und Inserate überzeugt.

Einen derartigen Temperaturunterschied merkt man aufs Erste kaum. Die Grenze zwischen Klimawandel und Klimakollaps liege aber genau hier, mahnte die Umwelt-Expertin. Im am 4. November in Kraft getretenen "Pariser Klimaschutzabkommen" haben sich alle Staaten zur Einhaltung dieser Obergrenze verpflichtet und Anstrengungen zu unternehmen, 1,5 Grad nicht zu übersteigen. "Das ist unsere letzte Chance", so Gewessler. "Wir müssen innerhalb von einer Generation aus fossiler Energie aussteigen". Bis 2050 sei das "schaffbar". Wenn nicht, wären "Milliarden Menschen weltweit in ihrer Existenz bedroht".

Wrabetz: Bewusstseinsbildungsaktion

Die Aktion "Zwei Grad sind mehr, als du denkst" wolle "Diskussionsräume schaffen" und neben Ängsten auch Chancen ansprechen. So ließe sich etwa die Zahl jener, die in Österreich im Bereich erneuerbare Energien arbeiten, verdoppeln und neue Märkte schaffen. Man kann zwar durchaus auch einen monetären Beitrag leisten, im Fokus stehe aber die Information eines Millionenpublikums. "Das ist keine Spendensammelaktion, sondern eine Bewusstseinsbildungsaktion" erläuterte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.

"Wir wollen aufrütteln", ergänzte "Mutter Erde"-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger. Sie sprach von einer "Herkulesaufgabe" und verwies darauf, dass man im Vorjahr mit dem Thema "Lebensmittelverschwendung" neun von zehn Österreichern erreicht hat. Seit zehn Jahren werden Programmschwerpunkte zum Thema Klima gesetzt. "Das hat maßgeblich zum Bewusstsein über Klimawandel in Österreich beigetragen." erklärte Wrabetz. Sonderbudget gebe es dafür keines.

Die mehr als 120 Beiträge in Fernsehen, Radio und online spannen einen breiten Bogen vom Schmelzen der Polkappen ("Brennpunkt") über Vegetarismus ("Vera goes Veggie") hin zu Smog ("Weltjournal") oder auch regionalen Schwerpunkten wie heimischen Umwelt-Pionieren ("Eco"), brachliegende Immobilien in Österreich ("heute leben") oder auch Salzburg als Stauhauptstadt ("Salzburg heute"). "Guten Morgen Österreich" widmet sich der Luftqualität der Landeshauptstädte. (APA, 8.5.2017)

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