Bub "turnte" in Wien auf Balkon: Knochenbrüche und Schädelprellung

    7. Mai 2017, 13:03
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    Sturz ging für Elfjährigen vergleichsweise glimpflich aus: Aller Voraussicht nach darf er Spital bald verlassen

    Wien – Ein Elfjähriger ist Samstagabend von einem Balkon in Wien-Donaustadt abgestürzt. Der Bub hatte offenbar nach Vorbild einer Trendsportart auf dem Geländer "geturnt". "Er hat Knochenbrüche und eine Schädelprellung erlitten", sagte Christoph Mierau, Sprecher des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), der APA.

    Der Bub fiel laut Polizei vier bis fünf Meter tief und landete im Innenhof eines Mehrparteienhauses am Rennbahnweg auf einem Betonboden. Im Spital kam er zunächst in den Schockraum auf der Kinderintensivstation. Am Ende ist der Sturz für den Elfjährigen aber vergleichsweise glimpflich ausgegangen: "Er kann aller Voraussicht nach in den nächsten Tagen das Spital verlassen", sagte Mierau. Mit Gips darf er dann wieder nach Hause.

    Der Unfall trug sich gegen 20.30 Uhr zu. Der Schüler hatte auf dem Balkongeländer herumgeturnt. "Offenbar wollte er ältere Jugendliche nachahmen, die er vor einiger Zeit einmal beobachtet hatte, wie sie im Innenhof und im Stiegenhaus die Sportart Parkour ausübten", sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Parkour ist ein Trendsport, bei dem Freizeitsportler Hindernisse wie Mauern, Tische, Bänke, Stiegen und Geländer im urbanen Raum laufend und springend überwinden.

    Der Bub versuchte laut dem Sprecher, vom Balkon der elterlichen Wohnung aus in ein offen im Innenhof gelegenes Stiegenhaus zu gelangen, als er abstürzte. Andere Kinder, die in der Anlage spielten, beobachteten den Unfall und alarmierten über die Gegensprechanlage beim Hauseingang die Familie des Elfjährigen. Die Eltern wurden wegen Unterlassung der Aufsichtspflicht angezeigt. (APA, 7.5.2017)

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