EU-Kommissarin: 100 Prozent Wiederaufbau bei Naturkatastrophen zahlen

7. Mai 2017, 09:36
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Cretu: Fürs Budget "kein wirklicher", für die Menschen aber ein großer Unterschied

Brüssel – Die EU-Kommission will die Wiederaufbaukosten nach Naturkatastrophen wie Erdbeben zu 100 Prozent übernehmen. Dies machte die für Regionalhilfe zuständige EU-Kommissarin Corina Cretu im Interview gegenüber der APA klar. Die EU-Staaten wollten, dass die EU nur 90 Prozent der Kosten deckt. Für das Budget mache dies "keinen wirklichen Unterschied", für die Menschen aber "einen großen Unterschied".

"Was wir vorschlagen bedeutet, dass Regionen, die von Erdbeben, Hochwasser, Großbränden oder anderen solchen Katastrophen getroffen wurden, ihre Mittel aus dem EU-Fonds für Regionalentwicklung (ERDF) verwenden dürfen, um die Wiederaufbaukosten abzudecken." Die EU-Kommission bleibe bei den von ihr vorgeschlagenen 100 Prozent. Dies habe keine Auswirkungen auf den Umfang des EU-Budgets, außerdem gebe es bereits Beispiele für eine 100-prozentige Kofinanzierung, etwa die Jugend- oder die KMU-Initiative. (APA, 7.5.2017)

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