EU fordert Freilassung von chinesischem Menschenrechtsanwalt

6. Mai 2017, 09:38
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Li Heping wurde Ende April wegen "Untergrabung" verurteilt

Brüssel – Die EU hat die Freilassung des zu einer Bewährungsstrafe verurteilten chinesischen Menschenrechtsanwalts Li Heping gefordert. Lis Rechte auf einen fairen Prozess sowie auf die freie Wahl eines Anwalts seien in dem hinter verschlossenen Türen abgehaltenen Prozess missachtet worden, erklärte die EU am Freitagabend.

Auch sei ihm nicht das Recht zugestanden worden, gegen seine Verurteilung Berufung einzulegen.

Li Heping war Ende April wegen "Untergrabung der Staatsmacht" schuldig gesprochen und zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Li, der unter anderem den mittlerweile im US-Exil lebenden blinden Bürgerrechtler Chen Guangcheng verteidigte, war im Zuge landesweiter Razzien im Sommer 2015 festgenommen worden. Damals hatte die chinesische Polizei etwa 200 Juristen und Menschenrechtsaktivisten festgesetzt.

Die EU forderte, die Anklagen gegen die damals festgenommenen Anwälte fallen zu lassen und alle Betroffenen freizulassen. (APA, 6.5.2017)

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