62. Song Contest: Russische Kandidatin über Einreiseverbot enttäuscht

5. Mai 2017, 16:49
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"Natürlich hat mich das fertiggemacht", sagt sie. Österreichs ESC-Teilnehmer bekommt die Bühne, die er will

Kiew/Wien – Die russische Sängerin Julia Samoilowa (28) ist über ihren verwehrten Auftritt beim Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew sehr enttäuscht. "Natürlich hat mich das fertiggemacht", sagte sie dem ARD-"Morgenmagazin" am Freitag in Moskau. "Das war, als ob man mir die Flügel abreißen wollte. Das hat weh getan."

Die Ukraine hatte der Sängerin wegen eines Auftritts auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim die Einreise verboten. Das russische Staatsfernsehen hatte zudem das Angebot der Organisatoren abgelehnt, die Sängerin ausnahmsweise aus Moskau zuzuschalten. "Etwas, das ich so lange im Visier hatte, war plötzlich weg", sagte die Sängerin. Sie freue sich nun darauf, am ESC im nächsten Jahr teilzunehmen. Moskau hat Samoilowa bereits die Nominierung zugesichert.

Der 62. Song Contest startet kommenden Dienstag mit dem ersten Halbfinale. Österreichs Kandidat Nathan Trent muss sich dann am Donnerstag im zweiten Halbfinale beweisen und einen Platz für den großen Showdown am Samstag ergattern. Er tritt mit dem von ihm selbst verfassten Song "Running on Air" an.

"Noch Luft nach oben"

Heute ging in Kiew seine zweite Einzelprobe über die Bühne, er hatte dabei die Gelegenheit, seinen Song dreimal zu performen. "Jetzt beim zweiten Mal fällt es mir schon leichter, mich auf der Bühne zu orientieren und die einzelnen Kameras zu finden. Es ist gut gelaufen – aber für die Show gibt es natürlich noch Luft nach oben", sagte er danach. ORF-Delegationsleiter Stefan Zechner meint: "Ich bin mit unserer zweiten Probe zufrieden. Unsere Änderungswünsche – Adaptierungen bei der Farbwelt, Einbau einer Stufe beim Podest und einige Kamera-Einstellungen – wurden gut umgesetzt." (APA, red, 5.5.2017)

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