Umfrage: CDU nun auch in Nordrhein-Westfalen Kopf an Kopf mit SPD

5. Mai 2017, 10:23
18 Postings

Rot-grünes Regierungsbündnis weiter ohne Mehrheit – FDP bei zwölf Prozent

Mainz – Gut eine Woche vor der Landtagswahl im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen liegen SPD und CDU einer aktuellen Umfrage zufolge mit jeweils 32 Prozent gleichauf. Die FDP kann mit zwölf Prozent drittstärkste Kraft werden, ergab ein am Freitag veröffentlichtes "Politbarometer Extra" des ZDF.

Die Grünen kommen auf siebeneinhalb Prozent, Linke und AfD können mit jeweils sechs Prozent auf den Einzug in den Landtag hoffen.

Damit hätte die amtierende Koalition aus SPD und Grünen keine Mehrheit mehr. Rechnerisch möglich wären neben einer großen Koalition eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP und eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP. Eine Ampelkoalition wird jedoch von der FDP abgelehnt, ein Jamaika-Bündnis von den Grünen. Rot-Rot-Grün hätte der Umfrage zufolge keine Mehrheit.

Kraft liegt voran

41 Prozent der Befragten waren allerdings noch nicht sicher, wen oder ob sie am 14. Mai wählen wollen. Bei der Frage nach der Ministerpräsidentenpräferenz liegt Amtsinhaberin Hannelore Kraft mit 51 Prozent vor ihrem CDU-Herausforderer Armin Laschet, der auf 33 Prozent kommt.

Die Zufriedenheit mit der rot-grünen Landesregierung fällt bescheiden aus: Auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf kommt sie nur auf einen Durchschnittswert von 0,4. Die SPD in der Regierung wird mit 0,8 eingestuft, die Grünen liegen mit minus 0,5 sogar im Negativbereich.

Piraten machen wenig Freude

Die Arbeit der CDU-Opposition im Landtag wird mit 0,6 benotet, die der FDP mit 0,0 und jene der Piraten mit minus 2,9. Bei der Bewertung der Spitzenkandidaten liegt Kraft mit einem Durchschnittswert von 1,4 vorn. Laschet wird mit 0,8 bewertet, die Grünen-Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann mit minus 0,5 und FDP-Landeschef Christian Lindner mit 1,2.

Für das "Politbarometer Extra" befragte die Forschungsgruppe Wahlen zwischen Dienstag und Donnerstag 1.032 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen. Die Befragung ist repräsentativ, der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent plus/minus drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent plus/minus zwei Prozentpunkte. (APA, 5.5.2017)

Share if you care.