Zwölfjähriger wollte Klagenfurter Pensionistin erpressen

    4. Mai 2017, 17:34
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    Via Droh-SMS verlangte junger Wiener siebenstelligen Eurobetrag

    Klagenfurt/Wien – Ein zwölf Jahre alter Schüler aus Wien ist von der Kärntner Polizei als versuchter Erpresser ausgeforscht worden. Wie das Landespolizeikommando am Donnerstag bekannt gab, verlangte der Bub von einer 79 Jahre alten Frau aus Klagenfurt einen siebenstelligen Eurobetrag. Die Drohung übermittelte er via SMS. Strafmündig ist er noch nicht, nun wird sich das Jugendamt mit ihm befassen.

    Auf sein Opfer kam der Bub eigentlich durch Zufall. "Er hat seinem Schulfreund sein Telefon geborgt, weil dieser seine Mutter anrufen wollte. Dabei hat er sich vertippt und ist bei der Klagenfurter Pensionistin gelandet", erklärte Chefinspektor Richard Pikl. Der Schüler entschuldigte sich bei der betagten Frau für die Störung und gab das Handy seinem Freund zurück. Pikl: "Am Abend ist ihm dann zuhause die Idee gekommen, dass er an diese Nummer eine Drohung und eine Geldforderung schicken könnte." Er setzte seine Idee sogleich in die Tat um, die 79-Jährige alarmierte daraufhin die Polizei. Diese nahm die versuchte Erpressung ernst und begann zu ermitteln. Dabei kamen sie dem Schüler recht bald auf die Spur. "So wirklich ernst hat er das wohl nicht gemeint, aber wir müssen so etwas natürlich schon ernst nehmen", meinte Pikl. (APA, 4.5.2017)

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