14 Verletzte nach Zimmerbrand in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus

4. Mai 2017, 10:26
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Auch zwei Kleinkinder mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht – Hausbewohner mit Drehleiter gerettet

Wien – 14 Personen, darunter zwei Kinder im Alter von ein und drei Jahren, sind bei einem Zimmerbrand in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus am Mittwochabend verletzt worden. Als die Berufsfeuerwehr eintraf, schlugen bereits Flammen aus einem Fenster der Brandwohnung im ersten Stock. Mehrere Hausbewohner riefen an den Fenstern um Hilfe, sie wurden per Drehleiter gerettet, berichtete die Feuerwehr.

Brandursache dürfte nach ersten Ermittlungen der Polizei ein technischer Defekt gewesen sein. "Fremdverschulden wird ausgeschlossen", sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer.

Verrauchtes Stiegenhaus

Die Einsatzkräfte waren kurz vor 21 Uhr zu dem Mehrparteienhaus in der Geibelgasse gerufen worden. Die Bewohner der Brandwohnung konnten noch selbstständig flüchten. "Als wir eintrafen, standen bereits viele Verletzte vor dem Haus, die Fenster der Brandwohnung waren geborsten, meterhohe Flammen schlugen daraus", sagte Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl. Zumindest ein Zimmer stand in Vollbrand.

Weil die Mieter der Brandwohnung bei der Flucht die Wohnungstür offengelassen hatten, war das gesamte Stiegenhaus verraucht und der Fluchtweg für weitere Hausbewohner abgeschnitten. "Mehrere Personen aus den darüberliegenden Wohnungen haben am Fenster um Hilfe gerufen", berichtete Figerl.

Verletzte ins Krankenhaus gebracht

Die 27 Feuerwehrleute starteten einen umfassenden Löschangriff mit zwei Löschleitungen, Mieter wurden mittels Drehleiter und mit Fluchthauben durch das Stiegenhaus ins Freie gebracht. Die Berufsfeuerwehr war mit dem Katastrophenzug im Einsatz, sie versorgte 20 Personen. Ein einjähriges Mädchen, ein dreijähriger Bub, acht Frauen im Alter zwischen 19 und 73 Jahren sowie drei Männer im Alter zwischen 29 und 35 Jahren wurden mit Verdacht auf leichte Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht, sagte Rettungssprecher Andreas Huber.

Die Berufsfeuerwehr appellierte, auf der Flucht vor Zimmerbränden die Wohnungstür zu schließen. "Natürlich ist das eine Paniksituation", konstatierte Figerl. Aber so könne verhindert werden, dass das Stiegenhaus völlig verraucht und anderen Betroffenen der Fluchtweg abgeschnitten wird. Ganz ideal wäre es, "den Einsatzkräften unten die Wohnungsschlüssel zu übergeben", sagte der Feuerwehrsprecher. Ist der Fluchtweg bereits verraucht, sollen sich Betroffene am Fenster bemerkbar machen oder über den Feuerwehr-Notruf 122 ihre Position bekanntgeben. (APA, 4.5.2017)

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