Somalischer Minister von Sicherheitskräften erschossen

3. Mai 2017, 22:36
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Bodyguards des obersten Rechnungsprüfers sahen in Auto offenbar Bedrohung

Mogadischu – Ein somalischer Minister ist in der Nähe des Regierungssitzes offenbar aus Versehen von Sicherheitskräften erschossen worden. Mehrere Leibwächter des Ministers für Bau und Infrastruktur, Abbas Siraji, wurden zudem verletzt, wie der leitende Sicherheitsbeamte Mohamed Hassan erklärte.

Demnach war es in der Nähe der somalischen Präsidentenvilla in Mogadischu irrtümlich zu einem Feuergefecht zwischen dem Schutzpersonal des Ministers und jenem des obersten Rechnungsprüfers Nur Jimale Farah gekommen. Die Bodyguards des Rechnungsprüfers sahen in dem Auto des Ministers offenbar eine Bedrohung und eröffneten das Feuer, wie Hassan erklärte.

Siraji hatte lange Zeit als Flüchtling im kenianischen Flüchtlingslager Dadaab gelebt. Er kam im vergangenen Jahr nach Somalia zurück und wurde ins Parlament gewählt.

Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab greift immer wieder Ziele in Mogadischu an. Minister und leitende Beamte sind daher normalerweise mit schwer bewaffneten Leibwächtern unterwegs. (APA, 3.5.2017)

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