In Wien von Terrasse gestürzte Frau soll zuvor gewürgt worden sein

3. Mai 2017, 18:07
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Schriftliches Gutachten der Obduktion laut Staatsanwaltschaft noch nicht fertig

Wien – Eine 45-jährige Frau, die am 22. April von ihrem Lebensgefährten im Zuge eines Streits in Wien-Wieden von der Terrasse einer Dachgeschoßwohnung gestoßen worden ist, soll zuvor gewürgt worden sein. Medien berichteten, dass die Obduktion dies ergeben habe. Die Sprecherin der Wiener Staatsanwaltschaft, Nina Bussek, konnte das nicht bestätigen, da das Obduktionsergebnis noch ausstand.

Das schriftliche Gutachten sei noch nicht ausgefolgt, sagte Bussek auf Anfrage der APA. Die Tageszeitungen "Österreich" und "Kronen Zeitung" berichteten online, dass das Obduktionsergebnis ergeben habe, dass die 45-Jährige sogar erwürgt bzw. erdrosselt wurde, sodass die Frau bereits tot von Terrasse geworfen wurde. "Österreich" schrieb, dass die Obduktion Blutunterlaufungen der Augen und einen Blutstau in der Lunge gezeigt habe.

Ein Bekannter der Frau fand diese am 22. April gegen 22.30 Uhr im Innenhof der Wohnhausanlage in der Schwindgasse. Zuerst war unklar, ob es sich um einen Unfall oder Selbstmord handelte, die Ermittler schlossen auch ein Gewaltverbrechen nicht aus. Bei der gerichtsmedizinischen Obduktion stellte der Arzt auf Fremdverschulden hinweisende Verletzungen fest, die Frau dürfte sich gewehrt haben. (APA, 3.5.2017)

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