Grazer Leuchtturm blinkt bei jeder Geburt

    3. Mai 2017, 19:37
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    Kunstaktion soll auch für andere Neuankömmlinge in dunklen Zeiten ein Willkommen sein

    Graz – Die Mur hat zwar keinen Hafen in Graz, trotzdem steht nun ein stattlicher Leuchtturm an ihrem Ufer – mitten in der Altstadt auf dem Kapistran-Pieller-Platz. Die Installation des Atelier Van Lieshout heißt Puls und ihr Licht pulsiert sanft strahlend im Rhythmus eines Herzschlages. Immer, wenn ein Baby in Graz das Licht der Welt erblickt, sendet der Turm starke Lichtsignale aus: etwa zehn bis 15 Mal täglich.

    Überlebensnotwendig

    Die Arbeit steht für das Überleben, das ein Leuchtturm für Seeleute bedeuten konnte, aber auch "als Zeichen des Willkommens und der Wertschätzung jedem Leben gegenüber", heißt es vom Institut für Kunst im öffentlichen Raum, das sich heuer mit dem Thema Licht beschäftigt. Arbeiten von acht Künstlern und Kollektiven gibt es dazu in der Innenstadt. Unter ihnen sind auch Biennale-Teilnehmerin Brigitte Kowanz, Werner Reiterer und Manfred Erjautz. Der Platz nahe der Franziskanerkirche, wo das Turmlicht blinkt, ist nach dem Franziskanerpater Kapistran Pieller benannt. Er stellte sich gegen die Nazis und wurde gefoltert und hingerichtet. (Colette M. Schmidt, 4. 5. 2017)

    • Ein Leuchtturm in der Grazer Innenstadt an, wann ein Kind zur Welt kommt.
      foto: gregor titze

      Ein Leuchtturm in der Grazer Innenstadt an, wann ein Kind zur Welt kommt.

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