Dokumentarfilm "Free Lunch Society": Es reicht für alle

3. Mai 2017, 16:24
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Der Film beschäftigt sich mit den Vorteilen der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens

Es gehe bloß um mangelndes Vertrauen, erklärt Michael Bohmeyer. Wer sich selbst kein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) gönne, habe auch kein Vertrauen, dass andere es sinnvoll verwenden würden. Und wer selbst in Mangel aufgewachsen sei, habe Angst, das Geld würde nicht für alle reichen.

cph:dox

Der junge deutsche Unternehmer ist Mitgründer eines Start-ups, das mittels Crowding-Plattform ein monatliches Grundeinkommen von 1000 Euro garantiert. Bohmeyer ist einer von knapp zwanzig – stets direkt in die Kamera blickenden – Protagonisten, die Christian Tod für Free Lunch Society zum Interview gebeten hat, um seine These argumentativ zu untermauern. Und die lautet: Es reicht. Denn der Linzer Filmemacher und Ökonom versucht erst gar nicht, Für und Wider des BGE auszuloten. Stattdessen verwendet Tod sein Material – Ausschnitte aus TV-Diskussionen ebenso wie Interviewpassagen – als Mittel zum Zweck.

Das Ergebnis ist eine fernsehtaugliche Kinodokumentation, die, einer wissenschaftlichen Arbeit gleich, in Kapiteln zwischen den Schauplätzen auf verschiedenen Kontinenten pendelt und die Vorteile des Projekts von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart nachzeichnet. Ein Anliegen, dem eine Ausgewogenheit der Stimmen, vor allem aber Ideenreichtum in der Gestaltung gutgetan hätte. (pek, 4.5.2017)

  • Hinzeigen und Aufzeigen als Programm: Christian Tods Doku "Free Lunch Society".
    foto: golden girls filmproduktion

    Hinzeigen und Aufzeigen als Programm: Christian Tods Doku "Free Lunch Society".

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