Jugendlicher Serientäter aus Graz schlug wieder zu: Nun droht Strafe

3. Mai 2017, 13:12
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Amtsbekannter Bursche soll Kopf von Einbrecherbande sein – Ende April 14 Jahre als geworden und damit erstmals strafmündig

Graz – Ein amtsbekannter und seit kurzem erst strafmündiger Jugendlicher aus Graz soll Dienstagnachmittag wieder zugeschlagen haben. Ein 13-Jähriger zeigte an, dass er von dem 14-Jährigen in den Schwitzkasten genommen und ausgeraubt wurde. Der Bursche kann nun erstmals bei der Staatsanwaltschaft Graz angezeigt werden. Sein Vorleben dürfte wohl bei einer möglichen Verurteilung erschwerend wirken.

Der junge Albaner war erst Ende März bei einem Einbruch in ein Autohaus in der Grazer Schießstattgasse geschnappt worden. Am Dienstag, somit ein gutes Monat später, soll er nur wenige Meter von diesem Tatort entfernt, in der Schönaugasse, wieder kriminelle Handlungen gesetzt haben: Laut dem 13-jährigen Opfer hat der Bursche zugepackt und ihm 50 Euro aus der Hosentasche geraubt. Der Schüler wurde dabei nicht verletzt.

Soll Kopf einer Bande sein

Der Beschuldigte soll in den vergangenen Monaten Dutzende Einbrüche und Einbruchsdiebstähle begangen haben, sogar Kopf einer Einbrecherbande soll er sein. Da er noch nicht das 14. Lebensjahr vollendet hatte, konnte er nicht von den Behörden belangt werden. Mit seinem Geburtstag Ende April hat sich das geändert. Ihm drohen nun Konsequenzen und bald wohl auch sein erstes Mal vor Gericht.

Barbara Schwarz, Sprecherin des Grazer Straflandesgerichts, erklärte, dass das Vorleben eine wesentliche Rolle spielt: "Sollte er wirklich der Kopf der Bande sein, dann ist er vielleicht für mehr als 30 Einbruchsdiebstähle verantwortlich." Bei jeder Verurteilung könnten Beteiligungen bei anderen Straftaten als erschwerend in die Strafbemessung eingerechnet werden. (APA, 3.5.2017)

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