Chrome: Google aktualisiert automatisch auf die 64-Bit-Version

    3. Mai 2017, 10:32
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    Neue Beta bringt bessere Integration mit Linux und macOS, Headless Chromium und Support für APNGs

    Fast alle neu verkauften Rechner sind mittlerweile mit 64-Bit-CPUs ausgestattet, und doch verwendet ein erklecklicher Teil der Windows-User weiter 32-Bit-Versionen vieler Programme. Zum Teil handelt es sich dabei um Altlasten, und diese will nun Google loswerden.

    Auto-Update

    Mit dem Update auf Chrome 58, das seit einigen Tagen an die User ausgeliefert wird, wird ein bedeutender Teil der 32-Bit-Chrome-Nutzer automatisch auf die 64-Bit-Variante des Browsers aktualisiert. Die Grenze zieht Google hierbei bei Systemen mit mindestens 4 GB RAM und natürlich einem entsprechenden Prozessor.

    Rein äußerlich sollten die User von diesem Wechsel wenig bemerken. Allerdings verspricht die 64-Bit-Version nicht nur eine gesteigerte Performance sondern auch verbesserte Sicherheit. Gerade letzteres dürfte ein entscheidender Grund für Google sein, diesen Schritt zu vollziehen.

    Bessere Integration

    Doch auch sonst arbeitet der Softwarehersteller derzeit an der Modernisierung seiner Plattform. So nutzt die aktuelle Beta für Chrome 59 nun das native Benachrichtigungssystem von macOS anstatt der eigenen Lösung. Auch für Linux arbeitet man aktuell an einer solchen integration in den Desktop. Apropos Linux: Mit Chrome 59 vollzieht der Browser endlich den Wandel auf GTK+3 – und damit die aktuelle Ausgabe des grafischen Toolkits.

    Headless

    Für Entwickler wohl noch wichtiger ist eine weitere Neuerung: Unter dem Namen Headless Chromium gibt es nun eine Variante des Browsers ohne grafische Oberfläche. Diese kann etwa für automatische Tests oder auch für Spezialaufgaben wie das Konvertieren von Webseiten in PDFs genutzt werden, wie Google betont.

    Animierte PNG

    Außerdem führt Chrome 59 Support für animierte PNGs (APNGs) ein. Dieser Ersatz für animierte GIFs wird schon länger von Firefox unterstützt, Google hatte sich bisher aber dagegen gesperrt. Zuletzt hatte das Format aber neue Fahrt aufgenommen, nachdem Apple es nun in iMessage benutzt. (Andreas Proschofsky, 3.5.2017)

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      foto: luke macgregor / reuters
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