Nachrichtenagentur APA tritt Presserat bei

3. Mai 2017, 08:22
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Selbstverpflichtung zur Einhaltung des Ehrenkodex – Möglich durch Änderung der Verfahrensordnung des Presserats

Wien – Die APA – Austria Presse Agentur unterwirft sich der Schiedsgerichtsbarkeit des Österreichischen Presserats. Möglich wurde dies durch eine Änderung der Verfahrensordnung des Selbstkontrollorgans. Für APA-Chefredakteur Michael Lang ist der Beitritt ein weiterer Baustein in der Qualitätssicherung der österreichischen Nachrichtenagentur.

Die APA verpflichtet sich mit Hinterlegung der entsprechenden Erklärung beim Presserat dazu, den Ehrenkodex für die österreichische Presse einzuhalten. Allfällige Entscheidungen des Presserats zur APA-Berichterstattung werden veröffentlicht. Bis zur Änderung der Verfahrensordnung Ende vergangenen Jahres war der Presserat nicht zuständig für Nachrichtenagenturen, nun werden diese explizit angeführt.

"Gutes und wichtiges Signal"

"Wir freuen uns sehr, die APA beim Presserat mit an Bord zu haben", erklärt Alexander Warzilek, Geschäftsführer des Presserats. "Die Verpflichtung zu den medienethischen Standards des Ehrenkodex für die österreichische Presse ist ein gutes und wichtiges Signal, weil Nachrichtenagenturen eine Schlüsselrolle im Informationsfluss einnehmen."

Chefredakteur Lang betont, dass der Zeitpunkt der Selbstverpflichtung – zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai – nicht willkürlich gewählt wurde. "Unabhängige Nachrichtenagenturen wie die APA sind das Rückgrat einer funktionierenden Medienlandschaft. Und nur diese garantiert einen demokratiepolitisch fundierten Diskurs." Die österreichische Nachrichtenagentur baue ihre Maßnahmen zur Qualitätssicherung seit Jahren aus. So wurde zusätzlich zu systematischen internen Prozessen 2014 ein Qualitätsbeirat eingerichtet. (APA, 3.5.2017)

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