Alle Tore bei 3:0 Reals gegen Atletico

2. Mai 2017, 23:02
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Das Team von Zinedine Zidane beherrschte den Stadtrivalen im Halbfinal-Hinspiel klar, der Portugiese hält nun bei 103 CL-Treffern

Madrid – Titelverteidiger Real Madrid hat am Dienstagabend im ersten Halbfinal-Hinspiel der Champions League einen klaren 3:0-Heimerfolg über Atletico gefeiert. Drei Tore von Cristiano Ronaldo (10., 73., 86.) entschieden die Partie. Erstmals beendete Real in dieser Saison ein Match ohne Gegentor. Das Rückspiel findet am Mittwoch in einer Woche statt. Der Aufsteiger trifft im Endspiel am 3. Juni in Cardiff auf Juventus Turin oder AS Monaco.

Atletico droht zum vierten Mal hintereinander an Real zu scheitern: 2014 (4:1 nach Verlängerung) und 2016 (5:3 im Elfmeterschießen nach einem 1:1) behielten die Königlichen jeweils im Finale die Oberhand, 2015 in einem extrem engen Viertelfinale mit dem Gesamtscore von 1:0.

Fulminanter Start

Real machte von Beginn an Druck und hatte durch Karim Benzema auch die erste nennenswerte Chance (7.). Wenig später musste Atletico-Keeper Jan Oblak den Ball erstmals aus den Maschen holen: Im Anschluss an einen Freistoß des starken Taktgebers Toni Kroos erzielte Ronaldo per Kopf die frühe Führung für die Gastgeber, die ohne ihren Abwehrchef Pepe und Gareth Bale (beide verletzt) auskommen mussten.

Oblak verhinderte nach einem Kroos-Eckball, den Raphael Varane ins lange Eck verlängerte, mit einer Glanzparade einen höheren Rückstand (16.). Auf der Gegenseite musste Real-Tormann Keylor Navas ein einziges Mal eingreifen. Als ihn Kevin Gameiro überspielen wollte, reagierte der Mann aus Costa Rico hervorragend (17.). Ansonsten bestimmte Real in den ersten 45 Minuten die Partie und hätte die Führung mehrmals ausbauen können. Ein Fernschuss von Luka Modric (24.) verfehlte sein Ziel ebenso wie ein spektakulärer Fallrückzieher von Benzema (29.) nur knapp.

Defensiv nichts zugelassen

Nach dem Wechsel verflachte die Partie etwas. Real kontrollierte weiterhin das Geschehen, wurde zunächst aber nicht mehr gefährlich. Bei Atletico fehlten dagegen die spielerischen Mittel, um die konzentriert agierende Hintermannschaft Reals in Gefahr zu bringen. Dann sorgte Ronaldo für klare Verhältnisse. Der Weltfußballer knallte zunächst nach idealem Zuspiel Benzemas den Ball unhaltbar ins lange Eck, ehe er nach Pass von Lucas Vazquez, den Casemiro passieren ließ, völlig freistehend den Endstand herstellte.

Es waren seine Saisontreffer acht, neun und zehn in der Champions League, in der er nun als Rekordschütze schon bei 103 Toren hält. Bereits beim Viertelfinal-Triumph über die Bayern war Ronaldo mit fünf Toren der herausragende Mann gewesen. Im Finish hätte Modric beinahe noch das 4:0 in der einseitigen Partie erzielt. (APA, red, 2.5.2017)

Champions League, Halbfinal-Hinspiel, Dienstag

Real Madrid – Atletico Madrid 3:0 (1:0)
Estadio Santiago Bernabeu, 78.000 Zuschauer, SR Atkinson (ENG)

Torfolge:
1:0 (10.) Ronaldo
2:0 (73.) Ronaldo
3:0 (86.) Ronaldo

Real: Navas – Carvajal (46. Nacho), Ramos, Varane, Marcelo – Kroos, Casemiro, Modric – Isco (68. Asensio), Benzema (77. Vazquez), C. Ronaldo

Atletico: Oblak – Hernandez, Savic, Godin, Filipe Luis – Koke, Gabi, Niguez (58. Gaitan), Carrasco (68. Correa) – Griezmann, Gameiro (57. Torres)

Gelbe Karten: Isco bzw. Koke, Niguez, Savic

Stimmen

Cristiano Ronaldo: "Ich kann mich nur beim Team bedanken. Wir haben von Anfang bis zum Ende fantastisch gespielt, ich musste nur die Tore machen. Das Team war großartig", lautete der erste Kommentar von Matchwinner Cristiano Ronaldo unmittelbar nach dem Schlusspfiff. "Wir haben einen großen Vorsprung, aber wir sind noch nicht durch. Atletico hat eine starke Mannschaft, wir müssen konzentriert ins Rückspiel gehen."

  • Cristiano Ronaldo bei seiner Lieblingsbeschäftigung.
    foto: apa/afp/del pozo

    Cristiano Ronaldo bei seiner Lieblingsbeschäftigung.

  • Atletico hatte sich in den letzten Jahren oft als harte Nuss erwiesen, diesmal hatte das Team von Trainer Diego Simeone wenig zu bestellen.
    foto: imago/agencia efe

    Atletico hatte sich in den letzten Jahren oft als harte Nuss erwiesen, diesmal hatte das Team von Trainer Diego Simeone wenig zu bestellen.

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