Heftiger Protest in Venezuela gegen Maduros Verfassungsvorstoß

2. Mai 2017, 18:32
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Opposition lehnt Projekt ab – Regierung beschlagnahmt Werk von General Motors

Caracas – In Venezuela läuft die Opposition Sturm gegen die Pläne von Präsident Nicolás Maduro, die Verfassung zu reformieren. In der Hauptstadt Caracas errichteten Demonstranten am Dienstag Barrikaden aus Müllsäcken, Ästen, Flaschen und Kartons, um den Verkehr zum Erliegen zu bringen. "Wir glauben nicht an den vorgetäuschten Frieden", erklärte einer der Regierungsgegner. "Er hat nur noch mehr Öl ins Feuer gegossen."

Maduro hatte am Montag angekündigt, eine verfassungsgebende Versammlung zu bilden. Diese soll eine Reform in Angriff nehmen, damit die Staatskrise überwunden werden kann. Die Opposition sieht in dem Vorstoß einen Versuch Maduros, an der Macht zu bleiben, ohne ihrer Forderung nach einer vorgezogenen Parlamentswahl nachzukommen. Oppositionsführer Henrique Capriles rief die Bevölkerung auf, die Proteste fortzusetzen.

GM-Werk beschlagnahmt

Seit Anfang April sind bei Ausschreitungen mindestens 29 Menschen getötet und mehr als 400 verletzt worden. Hunderte Demonstranten wurden festgenommen. Dennoch reißen die Proteste nicht ab. Bei den Venezolanern herrscht große Wut über die Wirtschaftskrise, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat.

Die Krise hat auch Auswirkungen auf ausländische Unternehmen. Die Regierung beschlagnahmte ein Werk des US-Autobauers General Motors. GM kündigte am Dienstag an, deswegen Abschreibungen in Höhe von bis zu 100 Millionen Dollar (92 Millionen Euro) vorzunehmen. (APA, Reuters, 2.5.2017)

  • Barrikade in El Hatillo außerhalb der Hauptstadt Caracas
    foto: ap/fernando llano

    Barrikade in El Hatillo außerhalb der Hauptstadt Caracas

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