#besserschiefalsgarnicht: Was Yoga uns Läufern bringt

Blog3. Mai 2017, 07:00
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Von einer Stimme im Raum, ungedehnten Männern, Schlangenmenschen und Wikingern und einer kleinen Umfrage unter den Sportauskennern in meinem Umfeld zum Thema: Was bringt Yoga Läufern?

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foto: hotyogavienna.com

"Ich bin nur eine Stimme im Raum." Eigentlich mag ich solche Sätze nicht. Sie haben etwas von "Stellen Sie sich jetzt auf keinen Fall einen fliegenden Elefanten mit rosa-grün-gestreiften Ohren vor": Wenn man sich – noch dazu zum allerersten Mal, als einziger Mann und in einem überheizten Raum voller Frauen – auf eine Yoga-Matte legt, eine durchtrainierte, attraktive Dame in den Raum kommt und mit "Ich bin nur eine Stimme im Raum" eröffnet, ist eines sicher: Man (ich zumindest) ist überfordert. Und weiß nur eines: Man (ich) wird sich jetzt unendlich blamieren. Aus peinlicher Berührtheit laut loslachen. Vermutlich (eher: ziemlich sicher) beides.

Oder aber nicht: Weil man (ich) jetzt nämlich gleich sterben wird. Weil es nämlich unmöglich ist, gleichzeitig mit durchgestreckten Knien dazustehen, dabei den Kopf an die Knie zu legen, zu den Knien sinken zu lassen, die Hände von hinten unter die Fersen zu schieben, die Arme hinter den Waden zusammenzubringen und anzuziehen – und dabei auch zu atmen. Abgesehen vom Nicht-Umfallen.

Keine Ahnung, wie und wieso das die anderen so leicht hinkriegen: Ich kann das nicht. Noch dazu, wo mir der Schweiß jetzt schon – in der dritten Minute – in Bächen in Augen und Ohren rinnt. Und jetzt auch noch – ich stehe ja kopfüber – in die Nase.

Welcher Dolm hat eigentlich die Heizung auf 36 Grad gedreht? Und wieso bin ich jetzt nicht anderswo? Am Nordpol zum Beispiel. Aber nein: Ich werde hier zusammengefaltet und dabei gegart. Hot Yoga Vienna nennt sich das. "Ich bin nur eine Stimme im Raum." Beam me up, Scotty!

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