Bernanke bezweifelt großes Wachstum durch Steuersenkungspläne

2. Mai 2017, 11:53
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Dauerhaftes Wachstum laut ehemaligem US-Notenbankchef "nicht sehr wahrscheinlich"

Washington – Der frühere Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, hegt massive Zweifel am von der US-Regierung versprochenen Wirtschaftswachstum von drei Prozent. "Dauerhaft ist es bestimmt möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich", sagte Bernanke am Montag dem Sender CNBC.

Kurzfristig könnten Steuersenkungen zwar für ein stärkeres Wachstum sorgen, weil die Nachfrage und die Konsumfreude steigen würden. Ein langfristiges Wachstum gebe es so aber "wahrscheinlich nicht".

US-Finanzminister Steven Mnuchin bekräftigte hingegen auf CNBC die Einschätzung der Regierung, dass Steuerkürzungen und weniger Regulierung die Wirtschaft des Landes um drei Prozent oder mehr ankurbeln würden. Auf der Internetseite des Weißen Hauses ist weiterhin gar die Rede von vier Prozent Wirtschaftswachstum – einem Wahlversprechen von Präsident Donald Trump.

Die US-Regierung hatte am vergangenen Mittwoch ihre massiven Steuersenkungspläne vorgestellt. Demnach soll die von Unternehmen zu zahlende Körperschaftsteuer von 35 auf 15 Prozent sinken. Bei der Einkommensteuer soll es nur noch drei statt bisher sieben Sätze geben. Die Pläne sollen hauptsächlich über höhere Steuereinnahmen aus dem erhofften wirtschaftlichen Aufschwung gegenfinanziert werden. Ob dies jedoch funktioniert, wird von Ökonomen bezweifelt. (APA, 2.5.2017)

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