"Call of Duty: WW2" schickt Soldatinnen ins Mehrspieler-Gefecht

2. Mai 2017, 10:59
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Entwickler bestätigt weibliche Charaktere im Multiplayer-Modus, Spieler debattieren historische Korrektheit

Mit dem nächsten Teil wird die Shooter-Reihe "Call of Duty" an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren. Nach mehreren , in denen man aktuellere und futuristische Konflikte als Setting heranzog, geht es in "Call of Duty: WW2" zurück in den zweiten Weltkrieg. Versprochen wird ein Erlebnis, das wieder stärker fordern und authentisch gestaltet werden soll. Der Spieler soll sich mehr Gedanken über seine Deckung machen müssen, Autoheilung wird abgeschafft.

Zumindest im Mehrspielermodus wird das Spiel mit einer weiteren Neuerung aufwarten. Wie Entwickler Michael Condrey einem Fan auf Twitter bestätigte, wird man bei gemeinsamen Schlachten auch als weibliche Kämpferin antreten können. Soldatinnen im Weltkriegssetting sind ein Novum für "Call of Duty".

Historische Frage

Während einige Spieler diesen Schritt begrüßen, ist unter anderen eine Diskussion entbrannt. Kritisiert wird etwa, dass die Implementation von Soldatinnen historisch nicht korrekt wäre. Ein Argument, das allerdings nicht ganz zutrifft.

So ist etwa bekannt, dass Frauen etwa als Teil des französischen Widerstands gegen die Nazi-Besetzung sehr wohl auch zu den Waffen gegriffen hatten. In der Solokampagne von "Call of Duty: WW2" wird der Spieler unter anderem auch in die Rolle einer Kämpferin der Résistance schlüpfen.

Rote Armee

In der deutschen Wehrmacht und den alliierten Truppen waren ebenfalls hunderttausende Frauen engagiert, übernahmen im Fronteinsatz allerdings die Versorgung von Verwundeten sowie nachrichtendienstliche und administrative Aufgaben. Die US-Regierung hatte überlegt, auch Soldatinnen zuzulassen, verwarf die Idee allerdings wieder, da sie einen Rückschlag in der öffentlichen Meinung befürchtete.

In der Roten Armee hingegen dienten rund 800.000 Frauen, die auch an der Waffe tätig waren. Dabei übernahmen sie unter anderem spezialisierte Aufgaben und agierten beispielsweise als Scharfschützinnen oder Kampfpilotinnen. Hinzu kommen auch bewaffnete Sanitäterinnen sowie Kämpferinnen in den Reihen der Partisanen, wie die Zeit in einer Reportage über Frauen im Zweiten Weltkrieg zusammenfasst.

call of duty

Momentan nur Résistance-Kämpferinnen bestätigt

Derzeit sind allerdings nur Résistance-Kämpferinnen als weibliche Charaktere im Multiplayer bestätigt. Erwähnt wurden in einem Interview mit Polygon auch explizit britische Soldaten und afro-amerikanische Gis. Weitere sollen allerdings noch angekündigt werden. Bildmaterial der Kämpferinnen haben die Entwickler noch nicht veröffentlicht.

"Call of Duty: WW2" erscheint am 3. November für PC, PlayStation 4 und Xbox One. (gpi, 02.05.2017)

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