Aufsichtsrat beantragt Insolvenz der Alitalia

2. Mai 2017, 13:01
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Der Flugbetrieb soll aufrecht bleiben

Rom – Der Aufsichtsrat der Alitalia hat am Dienstag die Insolvenz für die krisengeschüttelte Fluglinie beantragt. Der Beschluss wurde gefasst, nachdem die Belegschaft vergangene Woche einen von dem Management und den Gewerkschaften ausgehandelten Rettungsplan abgelehnt hatte. Der Flugbetrieb bleibt erhalten, teilte der Vorstand mit.

Die Alitalia-Aktionäre bedauerten in einer Presseaussendung die Ablehnung des Rettungsplans durch die Belegschaft. Sie erklärten sich überzeugt, dass der Plan der Airline mit Finanzierungen in Höhe von zwei Milliarden Euro, Investitionen und Kostenreduzierung eine Zukunft gesichert hätte.

Milliardeninvestition

Die italienischen Regierungen haben im Laufe der vergangenen Jahre rund sieben Milliarden Euro investiert, um der Alitalia den Weiterbetrieb zu ermöglichen.

Ex-Premier Matteo Renzi, neugewählter Vorsitzender der Demokratischen Partei (PD), versprach all seine Bemühungen, damit Alitalia weiterleben könne. Alitalia sei für die Zukunft Italiens strategisch bedeutend, das Land brauche eine nationale Fluggesellschaft. Italiens Regierungen haben in den vergangenen Jahre rund sieben Milliarden Euro investiert, um der krisengeschüttelten Alitalia den Weiterbetrieb zu ermöglichen. (APA, 2.5.2017)

  • Für die Alitalia wird es eng.
    foto: ap/antonio calanni

    Für die Alitalia wird es eng.

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