Griechenland und Geldgeber beenden Reformstreit

2. Mai 2017, 06:22
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Weg frei für Auszahlung weiterer Hilfsgelder

Athen – Griechenland hat nach eigenen Angaben den monatelangen Reformstreit mit den internationalen Gläubigern beendet. Damit sei der Weg für die Auszahlung weiterer Gelder aus dem bis zu 86 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm frei, sagte Finanzminister Euclid Tsakalotos Dienstagfrüh. "Die Verhandlungen sind abgeschlossen", wurde Tsakalotos von der Nachrichtenagentur ANA zitiert. Die "vorläufige technische Vereinbarung" solle beim Treffen der Eurofinanzminister am 22. Mai abgesegnet werden.

Der Einigung waren mehrtägige Marathonverhandlungen vorausgegangen. Eine Bestätigung vonseiten der Gläubiger lag zunächst nicht vor. Griechenland sitzt auf einem Schuldenberg von mehr als 300 Milliarden Euro und wird seit 2010 von den anderen Ländern der Eurozone finanziell gestützt.

Insgesamt handelt es sich um ein Sparpaket in Höhe von gut 3,6 Milliarden Euro, hieß es aus dem griechischen Finanzministerium. Wichtigste Einschnitte: Pensionskürzungen von bis zu 18 Prozent ab 1. Jänner 2019 und eine Senkung des jährlichen Steuerfreibetrags von 8.600 auf etwa 5.700 Euro. Der genaue Betrag wurde zunächst nicht bekannt.

Frisches Geld für Juli

Die Experten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank, des Europäischen Stabilitätsmechanismus und des Internationalen Währungsfonds sollen nun ihren Bericht – das sogenannte Staff Level Agreement – der Eurogruppe vorlegen. Erst dann kann weiteres Geld aus dem Hilfspaket ausgezahlt werden. Zudem muss noch der IWF seine Beteiligung zusagen. Dringend benötigt wird das frische Geld im Juli, dann muss Griechenland Kredite von mehr als sieben Milliarden Euro zurückzahlen. (APA, Reuters, AFP, 25.2017)

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