SpaceX filmt durchgehend Start und Rückkehr der ersten Raketenstufe

Video1. Mai 2017, 17:59
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US-Raumfahrtunternehmen brachte am Montag einen Spionagesatelliten ins All

Cape Canaveral – SpaceX hat seinen ersten Raketenstart in militärischem Auftrag vorgenommen und zumindest den nicht-geheimen Teil der Mission in voller Länge festgehalten: Die Bilder zeigen den Start, die Abtrennung der ersten Stufe und deren Rückkehr zur Erde.

Das private Raumfahrtunternehmen brachte am Montag in der Früh (Ortszeit) an Bord einer "Falcon 9"-Rakete einen Spionagesatelliten vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) ins All. Damit brach die Firma des Tesla-Gründers Elon Musk das zehnjährige Monopol von Lockheed Martin und Boeing auf diesem Gebiet.

Den Auftrag hatte das Nationale Aufklärungsamt der USA, ein militärischer Nachrichtendienst, der Spionagesatelliten herstellt und betreibt, erteilt. Abgesehen von seinem Name NROL-76 nannte SpaceX erwartungsgemäß keine Details über den Satelliten

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Video: NROL-76-Start und Landung der ersten Raketenstufe in spektakulären Bildern.

Das Unternehmen veröffentlichte Videoaufnahmen, die in beeindruckenden Bilden und mit hilfreichen Kommentaren teilweise aus unterschiedlichen Perspektiven vorführen, wie so ein Transport ins All inklusive Rückkehr aussieht. Zu sehen ist der Ablauf vom Start über die Trennung zwischen erster und zweiter Stufe bis zur punktgenauen Landung der Stufe eins exakt neun Minuten nach dem Lift-Off. Der verrußten Rakete ist während der Rückkehr anzusehen, dass keine leichte Aufgabe hinter ihr liegt.

Erfolgreiche Klage

SpaceX hatte 2014 Klage gegen die US-Luftwaffe eingereicht, um deren exklusiven Milliardenvertrag mit der United Launch Alliance von Lockheed und Boeing aufheben zu lassen. Der Start vom Montag ist der 34. des Unternehmens insgesamt und der fünfte von mehr als 20, die in diesem Jahr geplant sind.

SpaceX hatte Ende März erstmals eine Rakete wiederverwendet. Musk will erreichen, dass sie innerhalb von 24 Stunden nochmal gestartet werden können. So sollen die Kosten um das Hundertfache gesenkt werden. Ursprünglich war der Start bereits für Sonntag geplant gewesen, doch ein Problem mit den Sensoren hatte das Vorhaben verzögert. (red, 1.5.2017)

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