Avocadopreise schnalzen in die Höhe

1. Mai 2017, 14:16
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Sie sind grün, gesund und schmecken immer mehr Menschen. Die Nachfrage nach Avocados steigt, der Preis ebenso

Liebhaber der grünen Frucht mit der ovalen Form müssen tiefer in die Tasche greifen, denn die Avocado wird immer teurer.

Zehn Kilogramm im Bundesstaat Michoacan, Mexikos größte Avocado-Anbauregion, kosten mittlerweile umgerechnet 25 Euro und damit doppelt so viel wie noch im Jahr davor. Gleichzeitig erreicht der Preis ein 19-Jahreshoch, berichtet Bloomberg.

Gründe dafür gibt es mehrere: Mit etwas mehr als drei Kilogramm verzehrten die Amerikaner 2015 fast die doppelte Menge als noch im Jahr 2006. Zudem hat es sich in den letzten Jahren herumgesprochen, dass die Früchte nicht nur schmecken, sondern – besonders wegen ihres Öls – besonders gesund sind. "Wir sehen eine stark wachsende Nachfrage aus China, aber auch aus Europa, so Roland Fumasi, Analyst bei der Rabobank in Fresno, Kalifornien. "Je mehr diese Staaten die Produkte aus Mexiko abziehen, desto weniger bleiben den USA."

Nordamerika bezieht 82 Prozent der verzehrten Avocados aus Mexiko. Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO wurden 2013 in Mexiko über 1,4 Millionen Tonnen Avocado geerntet. In der Saison 2015/2016 waren es bereits 1,6 Millionen Tonnen. Wissenschaftler und Umweltschützer warnen bereits, dass der globale Heißhunger auf Avocado zu illegaler Abholzung führt. Betroffen ist vor allem Michoacan im Westen Mexikos – dort werden rund 40 Prozent aller Avocados weltweit angebaut und geerntet. (red, 1.5.2017)

  • Die Avocado befeuert die Nachfrage und treibt die Preise in die Höhe.
    foto: apa/ronaldo schemidt

    Die Avocado befeuert die Nachfrage und treibt die Preise in die Höhe.

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