2:2 hilft WAC und Mattersburg wenig

29. April 2017, 20:52
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Gewaltschuss-Doppelpack von Offenbacher – Doppelschlag von Röcher und Höller sorgte im Finish noch für mehr als verdienten Punkt der Burgenländer

Wolfsberg – Der WAC hat sich am Samstagabend nach einer 2:0-Führung in der Heimpartie gegen Mattersburg nur mit einem 2:2 (1:0) begnügen müssen. Trotzdem verbesserten sich die Kärntner vorerst einen Punkt vor den erst am Sonntagnachmittag bei der Admira spielenden Rapidlern auf Platz sechs der Fußball-Bundesliga. Mattersburg liegt aber als Achter weiter nur einen Zähler hinter den Wolfsbergern.

Daniel Offenbacher, der seine ersten beiden Tore für die Lavanttaler erzielte, schoss die Gastgeber in Front. Doch ein Doppelschlag von Thorsten Röcher (86.) und dem in der 55. Minute eingewechselten Maskenmann Alois Höller (87.) brachte noch den mehr als verdienten Ausgleich für die Burgenländer, die das Match mit Ausnahme der Anfangsphase klar bestimmt hatten.

Die 3.449 Zuschauer in der Lavanttal-Arena erlebten eine flotte Partie, in der ein 106 km/h schnelle Freistoß-Granate aus 34 Metern von Offenbacher die Gastgeber bereits in der zehnten Minute in Führung brachte. Mattersburg-Tormann Markus Kuster, der mit den Fäusten abwehren wollte, aber den Ball verfehlte, sah dabei gar nicht gut aus. Der WAC hätte nur drei Minuten später bereits auf 2:0 stellen können, doch beim Kopfball von Michael Sollbauer nach Jacobo-Freistoß zeichnete sich Kuster mit einer Glanzparade aus.

Der ewige Standfest auf der Linie

Praktisch im Gegenzug hatte Mattersburg die erste Ausgleichsmöglichkeit, doch Röcher jagte den Ball über die Latte (14.). Wenig später war WAC-Tormann Raphael Sallinger, der wegen einer Wadenverletzung von Stammgoalie Alexander Kofler zu seinem Bundesliga-Debüt kam, bei einer Röcher-Chance noch mit den Fingerspitzen dran und Joachim Standfest rettete vor der Linie (17.).

Mattersburg bestimmte nun klar das Spiel, doch weitere nennenswerte Chancen der Gäste blieben vor der Pause aus. Nach dem Wechsel hatte Sallinger Glück, als er nach einem Rückpass David Atanga anschoss und der Ball über die Latte flog (52.) – ebenso wie bei einem Gewaltschuss von Philipp Erhardt aus gut 20 Metern (57.).

Der Ausgleich lag also in der Luft, doch ein schwerer Schnitzer vom in der Pause für den angeschlagenen Nedeljko Malic eingewechselten Thorsten Mahrer ermöglichte Offenbacher einen Gewaltschuss aus 25 Metern, der im rechten Eck zum 2:0 einschlug (66.). Damit schien die Partie entgegen dem Spielverlauf vorentschieden zu sein.

Doch Mattersburg ließ sich nicht hängen und machte das Spiel weiter. Diese Bemühungen wurden im Finish binnen kürzester Zeit gleich doppelt belohnt. Nach einem weiten Ball von "Joker" Höller, der von Michael Sollbauer unglücklich mit dem Kopf verlängert wurde, besorgte Röcher den Anschlusstreffer. Und nur eine Minute später war es dann Höller selbst, der nach einem Schuss von Farkas und Abwehr von Sallinger zum 2:2 abstaubte. In der Nachspielzeit hätte Stefan Maierhofer sogar fast noch das 3:2 für die Gäste erzielt, doch sein Kopfball nach Jano-Flanke zischte knapp an der Stange vorbei (92.). (APA, 29.4.2017)

RZ Pellets WAC – SV Mattersburg 2:2 (1:0). Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 3.449, SR Harkam.

Tore: 1:0 (10.) Offenbacher (Freistoß), 2:0 (66.) Offenbacher, 2:1 (86.) Röcher), 2:2 (87.) Höller

WAC: Sallinger – Standfest, Sollbauer, Drescher, Palla – G. Nutz (64. Orgill), Offenbacher (80. Ratisch), Tschernegg, Klem – Prosenik (79. Wernitznig), Jacobo

Mattersburg: Kuster – Farkas, Malic (46. Mahrer), Ortiz, Novak – Jano, Erhardt – Templ (55. Höller), Atanga (68. Bürger), Röcher – Maierhofer

Gelbe Karten: Offenbacher, Sollbauer bzw. Malic, Atanga

Stimmen

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Man muss bis zum Schluss konzentriert bleiben und einen solchen Vorsprung über die Zeit bringen. Das ist uns nicht gelungen, jetzt müssen wir mit diesem Punkt leben."

Daniel Offenbacher (Doppel-Torschütze für den WAC): "Wir haben in der zweiten Hälfte schlecht gespielt. Wir waren zu nervös, haben Mattersburg leicht ins Spiel zurückgeholt. Die zwei Tore waren unnötig, dumm von uns."

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): "Das ist Abstiegskampf pur. Wir haben zwei ganz kuriose Tore bekommen, aber die Mannschaft hat nie aufgegeben. Nach dem 0:1 waren wir die bessere Mannschaft, in der gesamten zweiten Halbzeit dann die klar bessere Mannschaft. Das war ein hochverdienter Punkt."

Alois Höller (Torschütze zum Ausgleich für Mattersburg): "Wir haben schlecht begonnen, hatten danach gefühlte 80 Prozent Ballbesitz. Wenn wir das Siegestor zum Schluss geschossen hätten, wäre es nicht unverdient gewesen. Den Punkt haben wir uns absolut verdient."

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