Rapid will bei Lieblingsgegner Admira "nicht locker lassen"

28. April 2017, 17:12
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Die Hütteldorfer dürfen am Sonntag in die Südstadt. Djuricin: "Selbstvertrauen und Erleichterung sind wieder da"

Maria Enzersdorf/Wien – Gestärkt durch den Cupsieg über den LASK fährt der angeschlagene Rekordmeister Rapid am Sonntag zu seinem Lieblingsgegner Admira (16.30 Uhr/live ORF eins). Keinem anderem Team knöpfte man sieben Punkte ab, auch der bisher letzte Liga-Auswärtssieg gelang am 29. Oktober just in der Südstadt. Mit 7 Punkten Vorsprung auf Platz zehn ist das Thema Abstieg aber noch immer nicht völlig abgehakt.

Vor seinem dritten Ligaspiel als Cheftrainer gab sich Goran Djuric einmal mehr höchst optimistisch. "Nach dem Aufstieg ins Finale des Cups ist bei uns sicher eine gewisse Gelassenheit vorhanden", erklärte er. Schließlich sei genau das, was seinen Kickern in den vergangenen Monaten völlig abhandengekommen war, nun wieder da: "Das Spiel vom Mittwoch hat uns Selbstvertrauen geschenkt, aber auch für Erleichterung gesorgt", betonte der 42-Jährige, der nach dem Cupsieg eine durchaus bemerkenswerte Jubel-Choreografie auf den Rasen des Allianz-Stadions gelegt hatte. Dennoch: "Wir schauen, dass diese Euphorie nicht zu groß wird, denn wir dürfen nicht locker lassen", versprach er.

"Phasenweise"

Spielerisch freilich blieb der Großclub aus Hütteldorf gegen den künftigen Bundesligaaufsteiger einmal mehr vieles schuldig, hatte nicht zuletzt das Glück auf seiner Seite. "Phasenweise zeigen wir, dass wir gut kombinieren können, und genau dort müssen wir wieder hin", erklärte Djuricin, der von seinen Kickern forderte, "im Spielaufbau mutiger und lockerer zu werden". Der Gegner sei trotz einer 0:5-Niederlage im Cup gegen Salzburg ein harter Brocken: "Die Admira hat eine gute Mannschaft, sie spielen ein bisher starkes Frühjahr. Da darf die Niederlage im Cup nicht darüber hinwegtäuschen, dass uns eine schwierige Partie erwarten wird."

Personell ändert sich für Djuricin im Vergleich zum Cup nichts. Weiterhin muss der Nachfolger von Damir Canadi auf die Verletzten Louis Schaub, Ivan Mocinic, Philipp Schobesberger, Thomas Schrammel und Maximilian Hofmann verzichten. Letzterer muss sich wegen einer Sprunggelenksverletzung einer Operation unterziehen und fällt für den Rest der Saison aus.

Lockere Admira

Die Admira kann recht locker in das Heimspiel gehen, für den Tabellenfünften ist weder nach oben noch nach unten viel drinnen. Zwar muss man das 0:5 gegen Salzburg im Cup-Halbfinale verdauen, die Elf von Trainer Damir Buric darf die Schlappe aber als Ausrutscher abhaken. Denn im Frühjahr gab es erst eine Niederlage, zuletzt ein 0:0 in Altach sowie ein 2:0 gegen St. Pölten.

Für Sportirektor Ernst Baumeister ist die Zielsetzung gegen Rapid denn auch keine Frage. "Es kann schon sein, dass sie nach dem Einzug ins Cupfinale befreit sind. Aber zuhause ist gegen jeden alles möglich", meinte Admiras Sportdirektor. Dass ausgerechnet Rapid in der laufenden Saison eine gute Bilanz gegen seinen Club aufweist, müsse differenziert gesehen werden. "Die einzige klare Angelegenheit war das 0:4 im August, beim zweiten Duell (1:2) waren wir klar die bessere Mannschaft", betonte Baumeister. (APA, 28.4.2017)

FC Flyeralarm Admira – SK Rapid Wien (16.30 Uhr/live ORF eins, Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, SR Schörgenhofer). Bisherige Saisonergebnisse: 0:4 (a), 1:2 (h), 0:0 (a)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Ebner – Lackner, Toth/L. Malicsek – Sax, Knasmüllner, Bajrami – Monschein

Ersatz: Kuttin – Wessely, Pavic, Maranda, Posch, Schmidt, Vastic, Ayyildiz

Es fehlen: Starkl (Sprunggelenksverletzung), Cabrera (Oberschenkelverletzung), Fischerauer (nach Kreuzbandriss)

Fraglich: Toth (Wadenzerrung)

Rapid: Knoflach – Pavelic, Dibon, Wöber, Kuen – Auer, Schwab – Murg, S. Hofmann, Szanto – Joelinton

Ersatz: Strebinger – Sonnleitner, Schösswendter, Jelic, P. Malicsek, Traustason, Kvilitaia

Es fehlen: M. Hofmann (Knöchelblessur), Schaub, Mocinic, Schobesberger (alle im Aufbautraining), Schrammel (angeschlagen)

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    foto: apa/punz

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