Austria kann Sturm mit Sieg auf Distanz halten

28. April 2017, 15:16
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Trainer Fink ortete motivierte Mannschaft: "Jetzt geht es an die Näpfe". Sturm wieder mit Hierländer, Foda will Gegner "unter Druck setzen"

Wien/Graz – Die erstmals in dieser Saison auf Rang zwei der Fußball-Bundesliga stehende Austria will diesen nicht mehr abgeben. Zum Auftakt der 31. Runde wartet am Samstag (16.00 Uhr) mit Sturm Graz der erste Verfolger. Die Austria siegte in vier der jüngsten sechs Liga-Duellen mit Sturm. Im Happel-Stadion war sie zuletzt aber keine Heimmacht.

Nach sechs Heimaufritten im Frühjahr in Liga und Cup halten die Veilchen bei nur einem Sieg und vier Niederlagen. Auswärts gab es im Jahr 2017 hingegen bei fünf Reisen vier Siege, alle davon ohne Gegentreffer. So gewann die Austria Mitte Februar in Graz mit 4:0.

Sechs Runden vor Saisonende könnte die Austria mit einem neuerlichen Erfolg gegen Sturm ein wichtiges Teilstück auf dem Weg zum anvisierten Vizemeistertitel hinter sich bringen. Fünf Zähler würde der Vorsprung auf die Steirer dann betragen. "Das Spiel ist extrem wichtig für beide Mannschaften, es geht für beide um sehr viel", erkannte Sturms Trainer Franco Foda. Zugleich baute er vor: "Sollte Sturm keine Punkte machen, ist noch nichts entschieden."

Marschroute klar

Für Fodas Landsmann Thorsten Fink ist die Marschroute klar. Wie beim Derby-Sieg bei Rapid am vergangenen Sonntag (2:0) werde sich seine Elf nicht herauslocken lassen. "Wir haben letztes Spiel gesehen, wie wir spielen müssen, um erfolgreich zu sein", erinnerte Austrias Coach. Sturm werde man nicht früh attackieren, um dann im Konter Räume zu bieten. "Sturm muss nach vorne etwas machen, um uns zu überholen", betonte Fink.

Ein wenig weg vom Ballbesitzfußball hin zum schnellen Umschaltspiel war die zuletzt praktizierte Taktik der Austria. Nicht nur damit gelang die Rückkehr auf den Erfolgspfad. Seine Spieler seien im Saisonfinish topkonzentriert, betonte Fink. "Jetzt wo es an die Näpfe geht, merkt die Mannschaft, dass Land in Sicht ist. Jetzt kann man die Ziele erreichen", sagte der Deutsche, der auf den langzeitverletzten Lucas Venuto ("Das schmerzt natürlich) verzichten muss. Ismael Tajouri ist anstelle des am Kreuzband operierten Brasilianers gesetzt.

Auswärtsschwäche

Bei Sturm kehrt Stefan Hierländer nach Ablauf seiner Zwei-Spiele-Sperre in den Kader zurück. Der Mittelfeldmann soll mithelfen, Sturms Auswärtsschwäche in diesem Jahr auszumerzen. Aus vier Antritten in der Ferne im Frühjahr holten die "Blackys" nicht einen Zähler. Am vergangenen Wochenende kassierten die Grazer dann auch zu Hause gegen Mattersburg (0:2) eine Pleite und mussten die Austria damit in der Tabelle passieren lassen.

"Zielorientierter" soll seine Elf in Wien auftreten, monierte Foda am Freitag. "Wir müssen aggressiv spielen, den Gegner unter Druck setzen." Schüsse aus der zweiten Reihe seien zu nehmen. Der mit Austria-Vergangenheit ausgestattete Sascha Horvath stellte fest: "Obwohl die Austria Selbstvertrauen aus dem Derby mitgenommen hat, braucht sich Sturm nicht verstecken." (APA, 28.4.2017)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

FK Austria Wien – SK Sturm Graz (16.00 Uhr, Wien, Ernst-Happel-Stadion, SR Drachta). Bisherige Saisonergebnisse: 1:3 (a), 2:0 (h), 4:0 (a)

Austria: Hadzikic – Larsen, Rotpuller, Filipovic, Martschinko – Serbest – Tajouri, Grünwald, Holzhauser, Pires – Kayode

Ersatz: Pentz – Mohammed, Salamon, De Paula, Prokop, Friesenbichler, Kvasina

Es fehlen: Venuto (Kreuzbandriss), Almer (nach Kreuzbandriss), Borkovic (Muskelbündelriss Oberschenkel)

Sturm: Gratzei – Koch, Spendlhofer, Schulz, Lykogiannis – Jeggo, Piesinger – Hierländer, Atik, Horvath – Alar

Ersatz: Lück – Potzmann, Maresic, Ovenstad, Schmerböck, M. Stankovic, Dobras, Huspek, Zulechner

Es fehlen: Schoissengeyr, Lovric (beide Sprunggelenk), Kienast (Knie)

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