Wiener Städtische nahm 2016 weniger ein, verdiente aber mehr

28. April 2017, 14:31
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Krankensparte wuchs dank Sonderklasse, auch Sachversicherung mit Zuwachs – Ein Viertel mehr EGT

Wien – Wegen der bewussten Zurückhaltung bei Einmalerlägen in der Lebensversicherung hat die VIG-Tochter Wiener Städtische voriges Jahr geringere Einnahmen erzielt. Insgesamt sank das Prämienvolumen um 2,5 Prozent auf 2,327 Mrd. Euro, darunter in der Sparte Leben um 10 Prozent auf 714,8 Mio. Euro. Gegen laufende Prämie konnte man zulegen, entgegen dem Trend am Gesamtmarkt.

Einen Einnahmenzuwachs gab es auch in der Krankenversicherung, die laut einer Mitteilung von Freitag vor allem von der Nachfrage nach der Sonderklasse profitierte. Hier stieg das Prämienvolumen um 3,3 Prozent auf 384,7 Mio. Euro. Der Prämienanteil der Krankensparte an den Gesamteinnahmen wuchs von 15,6 auf 16,5 Prozent.

In der Sachversicherung erzielte die Wiener Städtische trotz des nach eigenem Bekunden harten Wettbewerbs ein Prämienplus von 0,6 Prozent auf 1,227 Mrd. Euro. Die Kfz-Sparte habe sich gut behauptet, und in der Haftpflichtversicherung habe die Nachfrage deutlich angezogen.

Die Combined Ratio – Schäden und Kosten gemessen an den Prämieneinnahmen – blieb netto (nach Abzug der Rückversicherungsanteile) stabil bei 92,0 Prozent. Der Vorsteuergewinn (EGT) legte um 26,5 Prozent auf 173,8 Mio. Euro zu (nach UGB). Das EGT wurde zu je einem Viertel von den Sparten Kranken und Leben erwirtschaftet, zu beinahe 48 Prozent durch die Sparte Schaden/Unfall. Die Einmalerläge in der Sparte Leben gingen um 40,4 Prozent zurück.

Der Personalstand der Wiener Städtischen legte insgesamt um 30 Leute auf 3.592 (3.562) zu, dabei stagnierte er im Innendienst und wuchs im Außendienst (samt Lehrlingen) auf 2.054 (2.023). (APA, 28.4.2017)

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