20 von 21 Bewerbern erhalten Lizenz

28. April 2017, 12:22
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Nur der SV Horn konnte in erster Instanz "die Anforderungen nicht ausreichend erfüllen"

Wien – Der Senat 5 der Fußball-Bundesliga hat 20 von 21 Bewerbern die Lizenz für die Saison 2017/18 erteilt. Einzig der abstiegsgefährdete Erste-Liga-Verein SV Horn muss in die zweite Instanz. Das war aber nach der Aussendung der Niederösterreicher vom Vortag erwartet worden. Die Bundesliga nannte finanzielle Gründe für die Nichterteilung.

"Die Bundesliga begründet die Verweigerung hauptsächlich in der verspäteten Einreichung finanzieller Unterlagen", teilte Horn am Freitagnachmittag mit. "Insbesondere handelt es sich dabei hauptsächlich um Nachweise zur geplanten Kostenreduktion sowie Konkretisierungen zu budgetierten Subventionen und Sponsorenbeiträgen."

Aufgrund der verspäteten Abgabe einiger Dokumente erwartet der Zweitligist "eine Sanktion der Liga", die jedoch in den Planungen für die Saison 2017/18 bereits berücksichtigt worden sei. Die Bundesliga bestätigte die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen Horn.

"Der SV Horn wird im Rahmen der gesetzten Frist Protest gegen die Lizenzverweigerung einlegen und ist sicher, die offenen Fragen zur Gänze klären und nötige Nachweise erbringen zu können", lautete die zuversichtliche Prognose von Horn für den Gang vor das Protestkomitee, das bis 13. Mai eine Entscheidung über die Lizenz treffen wird.

Gegen Horns Ligakonkurrenten WSG Wattens wurde wegen Nichterfüllung des B-Kriteriums "Qualifikation Tormanntrainer" von der Bundesliga eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro sowie bei weiterer Nichterfüllung eine bedingte Geldstrafe in der Höhe von 5.000 Euro verhängt.

Die Liga freute sich, dass nach 2012 zum zweiten Mal in den letzten 15 Jahren nur einem Klub die Lizenz nicht in erster Instanz erteilt werden konnte. "Das zeigt, dass sich die Klubs wirtschaftlich gewissenhaft auf das Verfahren vorbereit haben", meinte der für die Lizenzierung zuständige Ligavorstand Reinhard Herovits.

Fünf Klubs erhielten die Lizenz mit bestimmten und großteils schon bestehenden Finanzauflagen. Bei Bundesligist Admira besagt diese wie bei den Erste-Liga-Vereinen Wacker Innsbruck, Austria Lustenau, Kapfenberger SV und Wiener Neustadt einen quartalsmäßigen Reorganisationsprüferbericht. Außerdem sind die Südstädter auch zu einer monatlichen Liquiditätsberichterstattung verpflichtet. Beim TSV Hartberg, der als einziger Regionalligist um eine Lizenz angesucht hatte, wird laut Bundesliga erst nach Feststehen des Aufstiegs über etwaige Auflagen entschieden. (APA, 28.4.2017)

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