Sotschi: Vettel hängt Konkurrenz ab

28. April 2017, 16:40
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WM-Leader auf Ferrari deutlich vor dem Teamkollegen Räikkönen – Mercedes am Freitag deutlich im Hintertreffen

Sotschi – Sebastian Vettel hat im Freitags-Training zum Grand Prix von Russland die klare Tagesbestzeitaufgestellt. Der vierfache Ex-Weltmeister auf Ferrari benötigte in der zweiten Einheit 1:34,120 Minuten für den 5,848 Kilometer langen Kurs in Sotschi. Sein Teamkollege Kimi Räikkönen wurde mit zweieinhalb Zehntel Rückstand Zweiter vor den beiden Mercedes-Fahrern Valtteri Bottas und Lewis Hamilton.

Vor allem der große Rückstand der beiden Silberpfeil-Piloten überraschte. Der Finne Bottas war 0,67 Sekunden langsamer als WM-Leader Vettel, der britische WM-Zweite Hamilton verlor sogar 0,709 Sekunden auf die Bestmarke. Die Red Bulls von Max Verstappen (1,420) und Daniel Ricciardo (1,790) folgten mit Respektabstand auf den Rängen fünf und sechs.

"Dieser Abstand ist nicht realistisch", schränkte Vettel gleich ein: "Ich denke, Mercedes wird morgen keine Probleme haben, das hier ist eine sehr gute Strecke für sie. Man kann hier vieles noch verschleiern, deshalb schaue ich erstmal nur auf unsere Leistung. Die schnelle Runde war okay, viel wichtiger war, was wir danach im Renntrimm gemacht haben. Das sah auch gut aus."

Reifenproblem von Mercedes dürfte keines werden

Grundsätzlich wird Mercedes in Sotschi eigentlich wieder stärker eingeschätzt als etwa beim vergangenen WM-Lauf in Bahrain. Dort hatten die Silbernen am Rennsonntag auf lange Distanz Probleme mit den Hinterreifen, auch beim Saisonstart in Melbourne wurde dies zum Stolperstein. Das Problem: Bei zu hohen Temperaturen überhitzen die Oberflächen der Pneus am W08.

Dieser Problematik widmete Mercedes sich bei den Tests im Anschluss an den Großen Preis in Bahrain ausgiebig. Ob die Maßnahmen Erfolg hatten, "wissen wir aber noch nicht", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Der Belag in Sotachi gilt jedoch als reifenschonend.

Neue Turbos bei Ferrari

Ferrari hatte bereits vor der Auftaktsession hatte Ferrari in beiden Autos einen neuen Turbolader eingebaut. Folgen hat das zunächst nicht. Es ist die dritte Einheit, die zum Einsatz kommt, vier sind erlaubt. Erst wenn die fünfte eingebaut werden muss, kommt es zu Strafversetzungen in der Startaufstellung. (sid, APA, 28.4.2017)

  • Rot, wohin das Auge blickt...
    foto: ap/golovkin

    Rot, wohin das Auge blickt...

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