OMV überrascht im ersten Quartal: Kurshoch nach Gewinnsprung

28. April 2017, 10:06
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Konzerngewinn vor Sondereffekten von 174 auf 500 Millionen Euro gesteigert – Aktie erstmals seit 2008 über 40 Euro

Wien – Die OMV hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs deutlich mehr verdient als von Analysten erwartet. Das (um Lagerhaltungseffekte bereinigte) CCS operative Ergebnis vor Sondereffekten sei gegenüber dem Vorjahr von 262 auf rund 800 Millionen Euro gestiegen, der Periodenüberschuss von 174 auf 500 Millionen.

Im Geschäftsbereich Upstream hätten höhere Öl- und Gaspreise in Verbindung mit höheren Verkaufsvolumina sowie Währungseffekten nach vorläufigen Zahlen rund 380 Millionen Euro zum Ergebnis beigetragen, heißt es in der Mitteilung. Die vollständigen Quartalsergebnisse für das erste Quartal 2017 sollen wie geplant am 11. Mai veröffentlicht werden.

Die Abschreibungen in den Geschäftsbereichen Upstream und Downstream waren um rund 70 Millionen Euro geringer. Höhere OMV-Referenz-Raffinerie- und -Petrochemiemargen in Downstream-Öl sowie positive Bewertungseffekte in Downstream-Gas trugen mit rund 80 Millionen Euro zum Ergebnis bei.

Die besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen haben die OMV-Aktie am Freitagvormittag beflügelt. An der Wiener Börse stieg sie in der Spitze um über fünf Prozent bis auf 41,13 Euro. Damit notierte sie erstmals seit September 2008 wieder über 40 Euro.

"Die vorab veröffentlichten Ergebnisse zum ersten Quartal liegen deutlich über den Erwartungen", heißt es in einer ersten Einschätzung der Citigroup. Die Analysten der US-Großbank halten die OMV-Aktie im Vergleich zu anderen Ölwerten noch immer für günstig bewertet und raten zum Kauf. Die endgültigen Ergebnisse für das erste Quartal werden am 11. Mai veröffentlicht. (APA, 28.4.2017)

  • Der Ölkonzern OMV lieferte unerwartet gute Resultate für das erste Quartal 2017.
    foto: heinz-peter bader

    Der Ölkonzern OMV lieferte unerwartet gute Resultate für das erste Quartal 2017.

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